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Die Girls schlagen eine härtere Gangart an!


Artist: The Pearl Harts
Genre: Rock
Label: Motör Music
VÖ: 09.11.2018
Geschrieben von Scully
Ausgabe: November 2018

 

 

 

Große Namen tauchen in der Ankündigung der englischen Newcomerband „The Pearl Harts“ auf. Eine Symbiose aus PJ Harvey und Nine Inch Nails sollen sie sein, Queens Of The Stone Age und The Runaways werden als Vergleich genannt. So wild und aggressiv wie Rage Against The Machine oder die Beastie Boys, dabei von Black Sabbath, Fleetwook Mac und den Distilliers beeinflusst. Wer also mit einem Potpourri aus diesen zu meinen Lieblingen gehörenden Bands wirbt, verdient meine besondere Aufmerksamkeit, macht mich neugierig und schürt extrem meine Erwartungen.

 


Doch erst kurz zu ihrer Geschichte: Kirsty Lowry (Gitarre und Gesang) und Sara Leigh Shaw (Schlagzeug und Gesang) sind schon lange befreundet als sie beschließen, ihren jeweiligen Projekten den Rücken zu kehren und endlich das umzusetzen, wonach sich die beiden schon lange sehnen. Als „The Pearl Harts“ veröffentlichen sie einen Livetrack mit passendem Video („Black Blood“), der direkt große und auch prominente Aufmerksamkeit erhält. Bevor die beiden sich im Studio verschanzen können, um ihr Debüt zu produzieren, schritt Garbages Shirley Manson ein und engagierte sie vom Fleck weg als einzige Vorband ihrer gesamten 2016er Tour. Kaum davon erholt, supporten sie Skunk Anansie und haben gerade noch Zeit, ihre 2. Single „Hit The Bottle“ zu veröffentlichen.

 


Trotz all dieser Unterstützung und dem Bekanntheitsgrad, den sie sich auf den Touren gemacht haben müssen, bedarf es einer Crowdfundingkampagne, um nun endlich ihren Erstling „Glitter & Spit“ zu produzieren und unters Volk zu bringen. In ihrem Heimatland Großbritannien kann man ihn schon seit Februar erwerben, das europäische Volk kommt erst ab dem 09.11.2018 in den Genuss.

 


Der Opener „Black Blood“ beweist: Ja, die Girls schlagen eine härtere Gangart ein. Eine Klangwand aus schweren Gitarrenriffs, lautem Gesang, Loops und Schlagzeug droht einen fast schon zu erschlagen. Wer das nicht mag, sollte die CD aus seinem Abspielgerät entfernen, denn das war noch längst nicht alles. Die meisten der folgenden Tracks werden einem buchstäblich vor die Füße gerotzt. Friss oder stirb. Der Gesang: liegt manches Mal etwas daneben, bei anderen ist es als Stilmittel akzeptiert, hier ist man sich nicht so sicher. In einigen Stücken könnten Gitarre und Drums etwas präsenter sein.

 


Hörenswert sind neben „Black Blood“ „LARA“ ausgerechnet die ruhige Nummer „Lost In Time“.

 


„The Pearl Harts“ wollen provozieren. Sowohl textlich als auch musikalisch. Und mit ihrer Promotion. Klar kann man eingangs genannter Bands irgendwie an vereinzelten Stellen raushören, aber es klingt ziemlich gewollt. Sie werden definitiv ihre Fans finden, aber sie werden nie mehr als eine Nischenband sein.

 

 

 

 

 

 


Tracklist:

01. Black Blood
02. Go Hard
03. The Rush
04. Lara
05. Bonfires
06. Lost In Time
07. The Chief
08. Skeleton Made Of Diamonds
09. Hit The Bottle
10. Bless You
11. Living's Done
12. Hurt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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