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"Nachdenkliche Texte und dynamische Musik"


Artist: Düsterlust
Genre: Female Fronted Metal
VÖ: 20.10.18
Label: Düsterlust / Seibert Music Group
Geschrieben von Luna ^v^
Ausgabe November 2018

 

 

Düster und bedrohlich beginnt die EP der Odenwälder Band Düsterlust. Ein Zitat Oppenheimers nach dem Abwurf der Bomben auf Hiroshima und Nagasaki wird eindrucksvoll gegrowlt und leitet die Thematik ein. Das Ende der bekannten Welt ist da.

 

Melancholisch schließt sich „We Want More“ an das Intro an und Reginas Sopran duelliert sich mit dem Gegrowl ihres Bandkollegen Philip. Dabei ist das eine rasante Nummer, Speed wechselt mit ruhigeren Phasen ohne an Tempo und Esprit zu verlieren. Die Lyrics beschreiben den täglichen Kampf, auch wenn das Ende da ist, wollen wir doch immer noch mehr. Mehr, als nur zu überleben. Verständlich, denn überleben, das tun wir heute Tag für Tag. Wo ist unsere Freude hin? Wohin das Gefühl, daß es da draußen mehr gibt, als das Überleben? Für mich stellt sich die Frage, wenn das alles bei jedem verschwunden ist, wer hat es uns warum weggenommen? Und wie bekommen wir das zurück?

 

Zart und süß kommt der nächste Track: „At The End Of Time“. Nur durch eine akustische Gitarre begleitet, stellt Regina die Frage, wenn die Menschheit fällt, durch eine zerstörende Flut hinweggespült wird, zersplittert in Staub und Knochen, wo werden die letzten Überlebenden bleiben? Werden sie sich zusammenschließen oder bekämpfen, weil sie von den Phantomen der Vergangenheit genährt werden? Und trotz all der Fragen, trotz all dem hoffnungsfreiem Text klingt die Melodie seltsam hoffnungsvoll und aufmunternd.

 

„Black or White“ zerfällt ins Chaos und sortiert sich dann wieder neu. Ist alles Schwarz oder Weiß? Nein, denn es gibt viele Zwischentöne und Farben, um die wir betrogen wurden. Jeder Feind, den sie uns vorsetzten, an den sie uns verkauften, brachte uns dazu, unsere Leute zu retten. Und die Schande, die sie uns erleben lassen wollten, wird auf sie zurückfallen.

 

Mit „Lords Of Destruction“ werden „sie“ näher betrachtet. Wer sind diese Leute, die alle in den Abgrund treiben und warum tun sie es? Wer nun meint, es sei eine Verschwörungstheorie, erfährt hier, daß es bei weitem schlimmer ist. Sie sind real, sie lieben es, andere zu quälen und herabzusetzen. Warum? Wer nun meint, nur weil sie es können, liegt falsch. Sie machen es, weil auch sie nur das beste für die eigene Gefolgschaft wollen.

 

Doch der „Rebirth“ kommt….
Mit den nachdenklichen Texten und der dynamischen Musik bieten Düsterlust eine interessante Variante zu den herkömmlichen Female Fronted Metalbands und ist auf jeden Fall mehr als nur ein Ohr wert. Da ich auch live Auftritte der Band kenne, sollte man ein Konzert besuchen und die Musik live genießen.

 

 

 

 

 

 


DüsterLust Line Up:
Regina Beatrix Rumpel – Lyrischer Sopran
Philip Seibert – Schlagzeug, Growling, Keys
Heiko Seibert – Gitarre, Bass

 

 

Tracks:
The Shatterer
We Want More
At The End Of Time
Black Or White
Lords Of Destruction
Rebirth

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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