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„Für immer Punkrock“ 


Artist: Nichts für Ungut
Genre: Punkrock
Label: Boersma Records
VÖ: 14.09.2018
Geschrieben von Scully
Ausgabe: September 2018

 


Nichts für Ungut. Punkrock. Düsseldorf. No more words to say. Ach nein! Hier wird ja ausschließlich deutsch gesprochen. Also: Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen. Aber da es hier um eine CD-Rezension geht, sag ich doch etwas.


Ende 2016 auf dem Abschiedskonzert der Band „Sprengkopf“ wurde gleichzeitig die Band „Nichts für Ungut“ gegründet. Diverse Vorurteile gegenüber dem alten Bandnamen sowie einige personelle Wechsel gaben den Ausschlag für diesen Schritt. Musikalisch blieb es jedoch beim Punkrock, gut gemischt mit Rock n‘ Roll, Ska und ein wenig Blues. Die Texte sind mal sozialkritisch und mal mitgröl-partymäßig. Fast alle Songs sind schon aufgrund des Titels selbsterklärend, so liefert direkt der erste Track „Reformation“ die Begründung für den musikalischen Neustart der fünf Jungs aus Düsseldorf.


Erinnern die meisten Stücke auf diesem Album an die beiden großen Punkbands aus NRWs Landeshauptstadt (Die Toten Hosen und Broilers), denkt man jedoch direkt beim zweiten Lied eher an Die Ärzte aus unserer Bundeshauptstadt. Zufall oder Absicht? Sei dahingestellt. Die Aussage „Für immer Punkrock“ lässt sich jedenfalls nicht in Frage stellen.


„Bild dich selbst“ spiegelt die aktuelle Bewegung nach dem Wunsch wider, dass sich die Gesellschaft nicht von den Meinungsmachern wie Bild, Facebook & Co. gängeln lassen soll. Spaß macht „Alkoholfreies Bier“ – eine Geschichte über die überflüssige Existenz dieses Getränks. „Auf das Leben“ und „Hier und Jetzt“ gehören eindeutig in die Kategorie Ballade und weisen darauf hin, das Leben und jeden Moment zu genießen und das Beste daraus zu machen, während das skalastige „Hoch das Glas“ sowie „Ich brauch es laut“ und „Party Pogo Punkrock“ zum Abfeiern gemacht worden sind.


Man merkt, dass die Nichts für Ungut-Mitglieder sich nicht mehr ganz in ihren twentysomething Jahren befinden können. Die Lust am Feiern ist nach wie vor vorhanden, aber man setzt sich vermehrt mit den unterschwelligen Problemen des Älterwerdens auseinander. Deshalb immer wieder der Aufruf, das Leben JETZT zu genießen – und das am besten zu Ihrer Musik und ohne alkoholfreies Bier.

 

 

 


Tracklist

1. Reformation
2. Für immer Punkrock
3. Einmal Hölle und zurück
4. Bild dich selbst
5. Grüß mir die Freiheit
6. Alkoholfreies Bier
7. Party Pogo Punkrock
8. Neopren
9. Auf das Leben
10. Ich brauch es laut
11. Hoch das Glas
12. Zurück auf Start
12. Hier und Jetzt


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