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1. – 3. 08.2019


 

Tonchirurgie - Interaktive Musikkultur

Redakteur: Roman Golub


2019 war für Tonchirurgie das Jahr der monatlichen Realisation von Musikvideoprojekten. Wir werden in diesem Rückblick die Hintergründe erfahren und Einblick in die Arbeit von Tonchirurgie bekommen. Dieses ist der erste Teil einer sechsteiligen Interviewserie. Pro Ausgabe werden zwei Videos von Tonchirurgie besprochen. Die Band hat jeden Monat im Jahre 2019 ein Video produziert. Hier wird jetzt hinter die Kulissen geschaut.

 


 

Teil 1: Weltverbundenheit (Videos: „Alternativen“ und „Spotlights“)
(Die Videos befinden sich auf YouTube)

 


„Alternativen“


Prof. Dr. Morpheus: Musik muss ein gewisser Geist innewohnen, sonst ist er eine leere Flasche, umsonst gestrandet. Zusätzlich gibt es keinen Unterschied von der Musik, die wir machen zu unserem Leben. Beides gehört untrennbar zusammen. Das Phänomen AFD in all seinen rechten Facetten wurde so zum Anlass für eine künstlerische Reaktion.


Frau Dr. Glühfinger: Es entstand das Musikvideo „Alternativen“. Das Video ist ein satirischer Umgang mit dem Thema. Das Problem der Gegenwart könnte, ebenso wie in der Historie Deutschlands, die Mehrheit der schweigenden Masse sein. Wir wurden deshalb aktiv, um ein Zeichen für andere zu setzen sich deutlich zu artikulieren, jede/r auf eigene Art.


Zusätzlich wurde auch die Seite „Kultur, Kunst und Musik gegen rechts“ bei Facebook eingerichtet, hier werden verwandte Beiträge gesammelt.
Am Anfang des Projekts stand eine Straßenumfrage im Zentrum von Hamburg. Wir befragten Passanten, wofür die Buchstaben A, F, D noch stehen könnten und bekamen eine erstaunliche Liste aus Wortkreationen zusammen. Interaktion in diesem Sinne bedeutet für uns, nicht aus der Isolation einer Band zu agieren. Wir nehmen die Stimmen aus der Gesellschaft auf und wandeln sie dann in Musik und Bild um.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die entstandene Liste musste sehr gekürzt werden, hatte am Ende verschiedene Qualitäten von „Am falschen Drehort“, über „Ausländerfeindlichkeit für Deutschland“, bis hin zu „Arier furzen disharmonisch“. So war eine Stimmung vorgegeben, die nun noch visualisiert werden musste und sie hatte verschiedene Facetten.

 


Prof. Dr. Morpheus: „Monkeybrother“, ein Künstler aus Hamburg, half uns bei der Ausgestaltung des Videos, das als alter Schwarzweißfilm zu einer Affen-Hund-Performance wurde. Die Tiere machten das richtig gut und auch vor allem der Hund „Sani“, von Cansu und Halim trainiert, machte einen tollen Job! Die Musik dient der Atmosphäre und ist hintergründig abgemischt, der Text sollte klar im Vordergrund sein.

 


Frau Dr. Glühfinger: Es geht um Menschenwürde, Ethik, Empathie, Respekt, Ehrfurcht vor dem Leben, Geschichtsbewusstsein, Demokratie, Freiheit… also um einen größeren Wertekontext, der es wert ist verteidigt zu werden. Eigentlich müsste ein durchschnittliches Geschichtsbewusstsein völlig ausreichen, um jeden zu mobilisieren. Also macht mit. Grenzt euch ab, auch im Alltag. Es sollte keine schweigende Mehrheit ein zweites Mal geben!

 

 

 


 

 

„Spotlights“


Die nicht nur inlandsorientierte Band Tonchirurgie spielte in Europa und 2015 auch in Brasilien mit Gigs in Sao Paulo, Recife, Brasilia, Rio de Janeiro und Fortaleza. 2017 gab es dann den Deutschen Rock und Pop Preis.

 

 

 

 

 

 


Nun werden Kunstausstellungen von Tonchirurgie mit akustischem Design versorgt, Songs sind integrativer Bestandteil kultureller Anlässe. Vielfältiger als der übliche Rahmen als Band sind nun verschiedene Projekte mit spezifischen Handlungs-, und Ausdrucksweisen.


Zentrales Geschehen ist die Interaktion, die wir hier beleuchten werden. Soziales, kreatives Dasein erzeugt andere Lebensqualitäten, als Songmonologe einer Band. Uns interessieren der Austausch, die Diskussion und die Transformation zu Kunst und Musik.

 

 

 

 

 

 


Prof. Dr. Morpheus: Nach den „Alternativen“ im Januar 2019 war es Zeit für eine „Werkschau“ von Tonchirurgie, vorwiegend noch als Band. Zu sehen sind verschiedene Stationen, Situationen, Locations, Bandmitglieder und Menschen. Es ist eine 4-Minutenfahrt durch die Zeit von 2007-2019!

 

 


Frau Dr. Glühfinger: Die Arbeit mit Synthesizern war mitverantwortlich für den Namen Tonchirurgie. Bis heute bearbeiten, schneiden, modulieren und gestalten wir Schallwellen auf verschiedenste Art. Nicht einfach Presets nutzen, sondern den eigenen Sound kreieren ist unsere Philosophie und Leidenschaft!


Viel Spaß nun mit den beiden Videos und in Teil 2 („Unsichtbare Mächte“) treffen wir wieder auf besondere Geschichten von Tonchirurgie….

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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