Mit CHROM, COMBICHRIST, VNV NATION, DIARY OF DREAMS, EISFABRIK u.v.m.
22. - 23. Juli 2017
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3. – 5. 08.2017
Mit 40 Bands, 5 Venues, Shows, Art, Workshops, Readings & Mystic Halloween Market
13. bis 14.10.2017


PETRICHOR, der Geruch, der in der Luft schwebt, wenn langersehnter Regen auf verdorrte Erde fällt. Dieser Name wurde dem zweiten Full Length Album der Berliner Post Industrial / Alternative Metal Band X-VIVO gegeben. Mit diesem Konzeptalbum kreierte die Band ein Sinnbild für Wiederbelebung, das sich gegen den Kreislauf von Apathie und Unterdrückung stellt.

 

 

PETRICHOR ist in drei Kapitel aufgeteilt, die den Zuhörer durch die Augen eines Lebewesens blicken lassen, dessen Spezies unter lebensfeindlichen Bedingungen existiert. Dabei dreht sich der Kern um den Wandel, den  dieses Wesen durchlebt.

 

Musikalisch greifen die Berliner verschiedene Stilelemente aus dem Metal, Industrial und  Post Rock auf und erinnern stellenweise an Bands wie Nine Inch Nails, Evanescence und Bring Me The Horizon. Der Gegensatz zwischen dem organischen und industriellen Soundbild erzeugt Spannung und baut gleichzeitig eine Brücke zur Geschichte auf. Harte und düstere Passagen sowie filmische und traumähnliche Melodien greifen ineinander und spiegeln die Empfindungen des Wesens samt der Gestalt seiner Umgebung wider. So gehört neben kraftvollen Riffs und finsteren Synthesizern auch melancholisches Klavier gleichwertig zum Stil der Band. Zudem fügt X-VIVO vermehrt tiefe Sprechparts als Kontrast zu heftigen Shouts und klarem Gesang in die Musik ein.

 

Zu Beginn begegnen dem Hörer in Echo Of The Unseen tragender Gesang und atmosphärische Klänge, deren Wärme mitten im Song durchbrochen wird. Es ist die Geburt des Wesens in eine Welt voller Leid und Dreck, die besonders in Hail The King und Legion in Erscheinung tritt. Aphelion birgt mit der teils druckvollen und teils zerbrechlichen Komposition die Reflektion der eigenen Existenz inmitten dieser rauen Umgebung. So wird das Wesen zu seiner ersten Metamorphose getrieben und der Zuhörer zum zweiten und dunkelsten Kapitel des Albums geführt. In diesem zeigen die Stücke I Walk In The Flames und Written In Stains, wie der aufsteigende und ausbrechender Zorn sein ganzes Innerstes verdreht.

 

 

 

 

 

 

Aus dieser Zerstörungswut heraus entsteht im darauffolgenden Klavierstück The Waves Of The Ocean Are Gone, welches einer der ruhigen Momente der Platte ist, der nächste Wendepunkt. Mit der Besinnung auf seine ursprünglichen Werte wird ein Gedanke zum Lauffeuer. Kämpferisch treibende Rhythmen erzeugen in The Eyes Of The Wolves Awake und Reviving The Ground eine flutwellenartige Eigendynamik und bringen den Kampfgeist des Wesens ans Licht, der sich auf eine ganze Spezies überträgt. Als friedliches aber auch kraftvolles Finale führt  Perihelion durch die ganze Geschichte und lässt Raum für eigene Interpretation.

 

 

In den knapp 53 Minuten kommen Verwundbarkeit, Dreck, Wut und Kampfgeist zum Vorschein. Der Speziesismus hat in dieser Geschichte einen besonderen Einfluss, denn die Idee hinter dem Album ist es, die Gleichwertigkeit trotz der Unterschiedlichkeit ans Licht zu bringen. Zudem wurde das Werk bewusst an kein bestimmtes politisches oder moralisches Thema gebunden, da es vielmehr von dem wiederkehrenden Prinzip der Unterdrückung von Andersartigkeit erzählt. Auf diesem Weg nutzen X-VIVO die Musik, um dem Verborgenen eine Stimme zu geben.

 

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