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Unzählige Bands und Protagonisten versuchen sich seit den Anfängen der Stilart BLACK METAL am vielfältigen Thema Okkultismus. Sämtliche verfügbare Archive derlei uralter, dunkelmagischer Erscheinungen und Ausformungen sind längst gierig ausgeplündert ... Überlieferungen, Texte, Formeln und Symboliken sehen sich durch inflationäre Verwendung einer nie dagewesenen Entwertung ausgesetzt.

 

MAGOTH aber, sich in verschworener Geschlossenheit hermetisch abschirmende Ausnahmegeister, sind durch und durch beseelt, ja, besessen davon, dem Eigentlichen auf den diabolischen Grund zu rücken - für die Beteiligten geht es schließlich um so viel mehr als sich profilneurotisch nur mit ‚Unheilvollem Entertainment' zu inszenieren! (Markus Eck) 

 

 

 

Schön, dass Ihr Euch die Zeit nehmt, um uns ein paar Fragen zu beantworten. Die wichtigste Frage kommt natürlich zuerst: Wie geht es Euch?

 

MAGOTH: Den Umständen entsprechend. Unsere Pläne für 2018 befeuern uns und wir blicken mit Vorfreude auf unsere Live-Exzesse und die kommenden Monate.

 

 

 

 

„Anti Terrestrial Black Metal“ ist Euer erstes veröffentlichtes Album, wie lange habt Ihr daran gearbeitet?

 

MAGOTH: Lässt man das Demo außer Acht, dauerte es etwa fünf Jahre bis zum Release des Albums. Unterdessen fanden wir als Einheit zusammen, die gemeinsam in der Lage ist, das wahre Potenzial von Magoth zu erwecken. Zudem stellten wir uns kommunikativen sowie organisatorischen Herausforderungen. Im Studio wurde der Umsetzung bewusst Zeit und Raum gelassen. Unsere Intention war es dabei die Energie und Tiefe der Werke maximal intensiv und spürbar zu verewigen. Das Resultat der ambitionierten Zusammenarbeit mit Mario Dahmen von Liquid Aether Audio hat dann unsere Erwartungen gänzlich erfüllt.



 

 

 

 

Was war bei „Anti Terrestrial Black Metal“ für Euch die größte Herausforderung?

 

MAGOTH: Die Gesamtproduktion stellte uns vor diverse Herausforderungen. Eine der größten war der Schaffensprozess – vor allem für unseren Frontmann Heergott, der sich zu diesem Zeitpunkt an einem psychischen Wendepunkt befand. Mit der Verarbeitung seiner Emotionen in musikalischer Form hauchte er den Songs ihren eigenen, ehrlichen Charakter ein. „Anti Terrestrial Black Metal“ ist sozusagen ein Seelenwerk. Als Band standen wir für Heergott ein, und gemeinsam wuchsen wir im Innersten über uns hinaus.

Diese Herausforderung schmiedet uns als Band noch fester zusammen. Sie prägt und bestärkt uns zugleich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Euer Album hatte nun Jahrestag. Arbeitet Ihr aktuell an neuem Material?

 

MAGOTH: Wir arbeiten bereits an der nächsten Ära von Magoth. Die Studio Sessions bei Liquid Aether Audio laufen bestens. Das Artwork wird erneut vom Künstler Gragoth von Luciferium War Graphics gestaltet.

Während das Debüt noch im Zeichen der Selbstfindung und Festigung stand, so wird in der kommenden Ära spürbar, dass Magoth seinen Platz in dieser Welt bereits gewählt hat.

 

 

 

 

Euer aktuelles Album ist in Eigenpressung veröffentlicht worden. Steht es eigentlich im Raum, dass Ihr zu einem Label gehen könntet, oder kommt das für Euch nicht in Frage?

 

MAGOTH: Wir nutzen für unsere Veröffentlichungen das bandeigene Label „shagnART music“. In Kooperation mit unserem „Consultant Of Kings“, Andreas Hofmann und Markus Eck von „Metalmessage“, realisieren wir Eigenvertrieb und Promotion. Somit behalten wir die volle Kontrolle über unsere Schaffenskunst.

Wir sind an der Zusammenarbeit mit einem Label interessiert und haben klare Vorstellungen, denen aber bisher noch kein Label entsprechen konnte.




 

 

 

 

Was ist Eure musikalische Mission?

 

MAGOTH: Wir bewegen uns abseits der gängigen Thematik des Black Metal und richten unseren Blick auf das große Ganze. Heutzutage gibt es weitaus mehr als nur das Christentum, dem es sich zu widersetzen gilt. Die Menschen beten neue Götter an und deren Appell richtet sich unscheinbar, doch ebenso destruktiv an die Denkfaulheit des Menschen.

Magoth hinterfragt starre Denkmuster in ihrem Kern und hält den Dogmatikern den Spiegel vor. Wir nutzen Wissen als Protest. Denn Glauben bedeutet Stagnation.

All jenen, die unsere Empfindungen teilen, bieten wir einen Raum, in dem all das Negative in grenzenloser Freiheit wahrgenommen und auf persönliche Weise verarbeitet werden kann.

 

 

 

 

Was unterscheidet Euch von anderen „Genre-Kollegen“? Was hebt Euch von der Masse ab?

 

MAGOTH: Wir bleiben unseren Kerngedanken treu. Magoth folgt keinen Trends, sondern schreitet auf seinem eigenen Weg, abseits der Norm. Wir zelebrieren tiefgehenden Black Metal, der sich keinen gängigen Strukturen oder Klischees unterwirft. Besonders live bieten wir, mit Hilfe unseres Sound Engineers, ein maximal intensives Erlebnis, das den Hörer auf eine Reise durch die Sphären des Black Metal führt. Hier entfaltet Magoth sein volles Potenzial. Das Zusammenspiel der vier Individuen kleidet die Botschaft Magoths in jenes morbide, aber dennoch ästhetisch anzusehende Klanggewand.

 

 

 

 

Eine Frage, der sich jeder unserer Interviewpartner stellen muss: Welches Gesetz würdet Ihr als erstes beschließen, wenn Ihr im Musikministerium sitzen würdet?

 

MAGOTH: Diese Frage würden wir selbst gerne einer Band wie Al-Namrood aus Saudi-Arabien stellen. Hierzulande genießen wir viel künstlerische Freiheit, selbst wenn heftige Kontroversen entstehen. Musik muss jedem eine individuelle Auseinandersetzung mit seinem Anliegen ermöglichen. Die Werke spiegeln oft Gemüt, Emotionen und Gedanken eines Künstlers wider, klagen über das Leid, das ihnen und vielen anderen widerfährt. Diese Freiheit suchen aber manche Künstler vergeblich. Bands wie Al-Namrood können davon sprichwörtlich ein Lied singen.

Daher gilt es im Allgemeinen die Freiheit der Kunst vor Religion und Politik zu schützen. Für eine erfolgreiche Umsetzung ist allerdings mehr als nur ein Gesetz aus dem Musikministerium notwendig.

 

 

 

 

Vielen lieben Dank für das Interview. Das letzte Wort gehört Euch!

 

MAGOTH: Think for yourself. Question authority. Stay blasphemous.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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