EISBRECHER - Jahresabschlusskonzert
am 16.12. 2017 in der Turbinenhalle / Oberhausen!
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Heute gibt es leider nicht mehr so viele lebende Musik Legenden, meist werden sie erst nach ihrem Tod zu "Legenden" erkoren. Doch in diesem Fall haben wir Glück, denn es handelt sich um eine LEBENDE Legende, nämlich um niemand geringeren als MATS BJÖRKLUND! Schaut und hört man sich z.B. die Studio Alben vieler namhafter Künstler in den 80er Jahren an, so stößt man immer wieder auf diesen außergewöhnlichen Gitarristen und dessen virtuoses Spiel. Schon in den 70er Jahren war er ein fester Bestandteil der FRANK FARIAN CREW und der MUNICH MACHINE! Zu dieser Zeit war das in Deutschland das NON PLUS ULTRA und die Produktionen und die Studiotechnik STATE OF THE ART! Natürlich war Mats auch an dem riesigen Erfolg von BONEY M. beteiligt, diese Band kann man heutzutage nur mit ABBA oder den BEATLES vergleichen, um darzustellen wie erfolgreich diese Band wirklich war! Heute bot sich nun die Möglichkeit mit dem Mann zu plaudern, der DABEI war und viele musikalische Meisterwerke mit seinen Gitarrenriffs und Solis's mit erschaffen hat!

 

 


BBU: Mats, herzlich willkommen! Wie geht es dir?

Ganz gut, danke, bin immer noch sehr fleißig im Studio!

 

 


BBU: Fangen wir gleich mal an. Wie, warum und wann hast du dich für die GITARRE entschieden?

Meine Eltern wollten, das ich Piano spiele, was ich auch getan habe , aber irgendwann habe ich Chet Atkins im Radio gehört und dann war alles klar , Passion ab Stunde null !

 

 


BBU: Wie kamst du in die deutsche Musikszene und wurdest einer der bekanntesten Studio Musiker?

Ich bin mit einer schwedischen Gruppe (die Spotnicks) nach München gekommen, da wurde ich gefragt, ob ich Interesse hätte, Studiomusiker zu werden, 26 Jahre war ich da jung.

 

 


BBU: Wie war die Arbeit mit und für FRANK FARIAN und der Band BONEY M.?

Das kam ganz am Anfang, vielleicht nach einem halben Jahr, und war sehr locker, wir haben unsere Parts selber ausgearbeitet, nur die Bassstimme war ausgeschrieben. Es hat aber circa 2 Jahre gedauert, bevor ich die Gruppe selber getroffen habe, Playbacks in München und Gesang in Offenbach.

 

 

 

 

 

 


BBU: Was war Deine ungewöhnlichste Studio Session und mit wem?

Es gab so viele, das ist schwer zu sagen! Es gab einmal eine “ Rock Meets Classic” wo das Orchester ZUERST aufgenommen wurde, und dann die Rhythmusgruppe! Ohne Clicktrack!!! Sie kamen aus Frankreich, wie es am Ende geklungen hat weiß ich leider nicht!

 

 


BBU: Wie siehst du die Münchener Musikszene in den 70/80er Jahren heute rückblickend?

Alle waren sehr fleißig, es gab ja keine “ Discofabrik” sondern viele hart arbeitende Konstellationen.

 

 


BBU: Michael Cretu, Sandra, Donna Summer, Juliane Werding, um nur mal n paar Namen zu nennen, wie war die Arbeit mit ihnen?

Die Donna traf ich leider nie, und Michael habe ich nur gelegentlich gesehen, aber Juliane habe ich zusammen mit Harald Steinhauer Coproduzieren dürfen , viel Arbeit , aber auch sehr erfolgreich!

 

 

 

BBU: Welche Aufnahmen bereust du heute gemacht zu haben? Gibt es daetwas? Und auf welche bist du besonders stolz?

Bereuen tue ich eigentlich nichts, ich habe mich immer bemüht, das Beste aus jede Situation zu machen, eine der geilsten Gigs war “ Blame it on the boogie “ im Originalversion von Mick (nicht Michael) Jackson. Wurde danach von Jackson Five gecovert!

 

 


BBU: Was viele noch nicht wissen, du warst auch an dem KULT THEME von "Captain Future" musikalisch beteiligt. Wie kam es dazu?

Eine ganz normale Session (wie so oft) bei Christian Bruhn, der damals sehr viel fürs Fernsehen produziert hat. Ich habe unter anderem auch “ Heidi” da gespielt. Das Captain Future dann Kult geworden ist, hat ja keiner gewusst, es war nicht einmal vorgesehen, das die Musik auf Platte kommen sollte !

 

 

 

 

 

 

 

BBU: Welche Künstler haben dich musikalisch oder menschlich am meisten beeindruckt?

So viele! Nur eine Situation aus Union Studios, da saß ich und habe rumgespielt mit meinem Pedalboard mit Delays, Octivider, Flanger und mehr , plötzlich kommt Brian May rein und sagt ,” das klingt spannend “ und dann : wenn du solche Sounds auf die nächste Queenplatte hörst, dann weißt du wo ich die Idee kriegte !

 

 


BBU: Wenn es eine Studio Rangliste gäbe, wie sähe deine Top 5 in den 70/80 Jahren aus?

Union Studios, Arno Studios , Musikland , Audio Studios in Berlin mit Tonmeister Udo Ardnt, Stoncastle Studios in Carimate, Italien und viele andere . BBU: Welche anderen Gitarristen bewunderst du oder haben dich persönlich geprägt? Larry Carlton, Chuck Loeb, Brent Mason und viele Countrypicker, es gibt sooo viele gute, die meisten Metal-Schnellspieler langweilen eher . Dann natürlich Paco de Lucia, der sogar einmal bei mir im Studio war!

 

 


BBU: Was hast du noch für Projekte, Träume, Ziele und Wünsche?


Was soll ich dazu sagen, dass es so viele Jahre weiterläuft. Und das man das Leben genießen darf!

 

 

 

BBU: Ich bedanke mich bei dir lieber Mats für dieses Interview und wünsche dir nur das Beste! Hast du noch einige Worte an deine Fans?


Habe ich Fans??? Ich war immer eher unspektakulär, habe mehr gecheckt was die Mitmusiker gespielt haben, als mich selber im Mittelpunkt zu stellen, vielleicht ist das mein Geheimnis!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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