EISBRECHER - Jahresabschlusskonzert
am 16.12. 2017 in der Turbinenhalle / Oberhausen!
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Ausgabe März 2017 

 

5TimesZero stehen für kühle Synthie-Klänge mit authentischen Gefühlen, getragen von emotionalen Gesang. Als Vorbote für das kommende Album wurde am 27.01.2017 die Single "Don't Push Me“ veröffentlicht.
Lest dazu auch das Review (Link)

 

 

BBU: Hallo Männer, erst einmal ein herzliches Hallo an Euch. Wie geht es Euch?


Attila: Gut, ich denke wir freuen uns alle auf die Reaktionen auf unseren ersten Longplayer und sind gespannt wie Ihr (Presse) und die Öffentlichkeit unser Werk aufnehmen wird. Ich persönlich bin stolz auf das was wir in wirklich kurzer Zeit zusammen geschaffen haben. Trotzdem geht mir immer ein bisschen die Muffe, wenn es an die Öffentlichkeit geht.
Mick: Hallo! Gut geht's. Vorfreude und Euphorie wechseln sich ab! ;D Das Baby ist fertig und darf bald im Park die ersten Laufübungen machen, sprich: Der kreative Prozess ist erst mal abgeschlossen, jetzt dürfen wir demnächst präsentieren und schauen, wie sich unser gemeinsames musikalisches Erzeugnis entwickelt und wie wir abliefern.

 

 

BBU: "Don't Push Me“ ist sehr gut gewählt, ein Song, der mich sofort fasziniert hat. Doch was hat Euch bewogen, genau diesen Song für die Single zu nehmen?


Attila: Wir machen bei solchen Entscheidungen immer eine demokratische Abstimmung. Es standen noch andere Titel zur Diskussion. Eine Überlegung wäre gewesen, mit einem Song einzusteigen wo beide Stimme direkt zu hören sind um klar zu machen, da sind zwei Sänger. Im Prinzip haben wir uns für das etwas dunklere Stück entschieden, was vielleicht wiederum die Erwartung weckt, dass das ganze Album so ist und da sind und bleiben wir allerdings unberechenbar. Ich finde es immer eine schwierige Entscheidung. Wir haben doch unsere Songs alle gleich lieb ;-)


Mick: Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr, wieso die Wahl auf diesen Song fiel. Hat mich überhaupt einer gefragt? Aber im Ernst: Ich finde es ist eine gute Wahl, bei all der Schwierigkeit aus diesem insgesamt meiner Meinung nach großartigen Album überhaupt die potenziellen "Singles" heraus zu fischen. Hier stand natürlich auch der Entscheidungspunkt der "first impression" im Vordergrund. Vielleicht hat der Titel den größten Konsens.

 

 


BBU: Welcher Remix ist in Euren Augen der ausgefallenste?


Attila: Ich finde der Alex Stroeer-Requim-Remix, denn er entfernt sich am weitesten vom Original. Ich liebe es wenn die eigene Arbeit durch den Fleischwolf gedreht wird und man das Stück mal anders kennen lernen darf.


Mick: Das ist auch immer eine persönliche Geschmacksache und jeder Mix hat seine eigenen Stärken. Oren haut voll auf die 12, Alex S. reduziert den Song bis ans Maximum, Restriction 9 zeigen den meisten Respekt vorm Original, aber mit fantastischen Sounds, Sythetic Form packen eine extra Eisschicht auf den Song und der Alex Voice RMX gibt dem Song mit dem Halftime-Beat eine ganz neue Dimension.

 

 

 

 

 

 


BBU: Unter anderem sind auch mehrere Remixe auf der Single vertreten. Gibt es einen der Euch besonders berührt hat?


Attila: Emotional berührt hat mich jetzt direkt keiner, aber ich glaube darauf kommt es beim Remixen in erster Linie auch nicht an. Es ist eher ein betonen anderer, oder vielleicht sogar gleicher Elemente. Ich warte noch auf den Remix bei dem ich denke: „Mensch der hat es auf den Punkt gebracht, genau so hätten wir es machen sollen“. Oder man lernt seinen Song von einer anderen Seite kennen. Letztendlich bin ich bei unseren Sachen bisher am Original hängen geblieben.


Mick: Der Alex Stroeer-Requim-Remix ist für mich der Berührenste, weil er so zerbrechlich ist und dem inneren Thema am Nächsten kommt.

 

 


BBU: Wie sieht es bei Euch aus? Ist 5TimesZero euer einziges „Kind“ oder seid Ihr noch in andere musikalische „Projekte“ involviert?


Attila: Ich stecke im Moment in einer Umschulung und habe gnadenlos alle Projekte runterfahren müssen. Ich habe bis vor einiger Zeit parallel neben einer U2Tribute Band, einer ProgRock Coverband einen ehemaligen Bandkollegen bei der Umsetzung seines Projektes unterstützt. Das liegt jetzt alles erst einmal mehr, oder weniger auf Eis. Mir hat auch die Jahre das Kreative eigener Musik gefehlt und bei 5TimesZero kann ich mich das erste Mal wieder ohne Wenn und Aber verwirklichen.


Mick: Ich habe aktuell noch ein akustisches Quintett namens 'autotext' mit außergewöhnlicher Instrumentierung, wie Cello, Dobro, Geige, Percussion und Mandola, wo ich selbst verfasste Lyrik in deutscher Sprache singe, also ein totales Kontrastprogramm und reine "Kunst". Ein Herzensprojekt mit 5 sehr guten musikalischen Weggefährten aus den 90er Jahren.

 

 


BBU: Ihr macht ja nun nicht erst seit gestern Musik, könnt Ihr ein wenig zu eurer musikalischen „Vorgeschichte“ erzählen.


Attila: Ich gehörte Ende der 80 Jahre einer Band Namens „Cryptic Flowers“ an, die aktuelle mit einem Stück auf dem limitierten Kassettensampler „The Second Wave“ vom Thomas Thyssen (Pagan Love Songs) vertreten ist. Wir spielten Anfang der 90er mit Bands wie den Invisible Limits, Rose of Avelanche, Love Like Blood, Garden of Delight und Tors of Dartmoor. Der Musikstil entwickelte sich bis zur Auflösung Mitte der 90er vom Synt-Pop-Wave zum Indie-Rock. Danach kamen gesangliche Lehrjahre in diversen Coverbands. 2008 übernahm ich Micks Stelle in der Vorgänger Band von 5TimesZero namens „In Progress“, die schwerpunktmäßig eher im Bereich BreakBeat/BigBeat anzusiedeln war, was man bei dem ein oder anderen Song des Albums noch hören kann. Ein Stück weit schließt sich der Kreis wieder zu den 80er Jahre Einflüssen, die man bei allem was ich mache nicht überhören kann.


Mick: Ich habe mit 16 angefangen in einer deutschsprachigen Punkrockband namens Abstellgleis Schlagzeug zu spielen, habe als Clown im Zirkus gewirkt, in einem Dinnertheater Marlene Dietrich und Frank Sinatra gespielt, bin 15 Jahre als Blues Brother (Elwood) in Deutschland, Österreich und der Schweiz getourt, habe nebenbei noch in einer Grungeband gesungen, auch mal in einer Kombo Keyboards und Percussion gespielt und nicht zu vergessen: In Progress, der Vorläufer dieser Band hier, bei der ich damals singen durfte, bis mir alles zuviel wurde und Attila meine Job übernahm.

 

 


BBU: Könnt Ihr schon ein wenig zum kommenden Album erzählen?


Attila: Ich finde gut, dass es so abwechslungsreich geworden ist und bin stolz darauf, dass wir es so durchgezogen und keine Schere an Genre-Grenzen angesetzt haben. Da sind Schwarze Songs neben Dancelastigen Popnummern. Ich finde dass es ein großartiges Electro-, Synthpop Album geworden ist, das an Beinen und Gemüt rüttelt.


Mick: Es ist eine spannende und bunte Reise durch verschiedene Klang- und Erzählwelten geworden, mit viel Witz und einem wirklich charakteristischen Sound. Irre finde ich, wie unsere beiden Stimmen miteinander und gegeneinander spielen und harmonieren. Das hat schon etwas magisches und besonderes, was ich so nicht erwartet hätte.

 

 


BBU: Auch Ihr bekommt natürlich unsere letzte Standard-Frage, der sich jeder stellen muss. Wenn Ihr im Musikministerium sitzen würdet, was würdet Ihr aktuell ändern?


Attila: Musik war in meiner persönlichen Entwicklung so wichtig und hat viel zu meinem Selbstvertrauen beigetragen. Ich finde das viel Geld in Prestigeprojekte fließt. Als Minister würde ich mehr Programme unterstützen, die das Musizieren in Bands unterstützt.


Mick: Man hat nicht den Eindruck, wenn man heutzutage Musik im Radio hört, dass allgemeinhin von Industrie, Bildung und Kulturpolitik, die individuelle Kreativität Einzelner gefördert wird. Ich finde es fürchterlich, wie sehr es den Anschein hat, dass kommerzielle Rezepte zu Tode geritten werden. Alles klingt irgendwie gleich. Man hört an allen Ecken die gleichen Songwriting-Schemata, die mal erfolgreich waren, wieder. In den 80ern hatten wir nicht genug Datenspeicher um die ganze tolle Musik aufzunehmen, heute ist Speicher kein Problem mehr, dafür gibt es weniger tolle Musik, die es in die Gehörgänge der Menschen schaffen, weil die wirklich interessanten Bands von den Labels ignoriert in den Proberäumen versauern. Ich vermisse das Gefühl, mal wieder was völlig Neues, Unerwartetes zu hören, welches ich in den 80ern oft hatte. Ich klinge jetzt echt wie ein alter Sack! :D

 


BBU: Ich danke Euch ganz lieb für Eure Zeit und das geduldige Beantworten meiner Fragen. Das letzte Wort gehört natürlich Euch.


Attila: Wir freuen uns auf Euch!


Mick: Gebt unserer Pladde eine Chance! Wir schwören euch auch ewige Treue! Wir würden uns jedenfalls sehr freuen, wenn sie euch gefällt und ihr mal ein feedback da lasst...

 

 

 

 

 

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