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Mit Anthrax / Eisbrecher / Cradle Of Filth und vielen mehr ...
1. – 3. 08.2019

(Copyright by Jörg Tochtenhagen)


Mit Ulf Müller

 

 

Mit „By Train Through Countries" veröffentlicht Projekt Ich aus Rosenheim nach zahlreichen Singles und EPs, die bis ins Jahr 2011 zurück gehen, nun endlich das lang erwartete Debütalbum. Vor zwei Jahren entwickelte Projektleiter Ulf Müller das Konzept, mit verschiedenen internationalen Sängerinnen und Sängern seinen Kompositionen, die vorher fast ausschließlich von ihm eingesungen wurden, einen sehr individuellen Charakter zu verleihen und somit ein Album zu schaffen, welches sowohl vielseitig ist als auch stilistisch einer erkennbaren Handschrift folgt. Was lag da näher, als dem Kopf von Projekt Ich einmal auf den Zahn zu fühlen?

 

 

Hallo Ulf, die wichtigste Frage kommt immer zuerst. Wie geht es Dir?


Hallo Bibi, mir geht es derzeit wirklich richtig gut. Ich hoffe dir und deinen Kollegen vom BBU Magazin auch! Natürlich hat das zu einem nicht unwesentlichen Teil mit der Veröffentlichung vom Projekt Ich Debütalbum BY TRAIN THROUGH COUNTRIES am 6. September über das deutsche Indie Label Echozone zu tun. Darüber hinaus bin ich sehr dankbar darüber, dass es meiner Familie, meinen engsten Freunden und soweit ich auf dem neuesten Stand bin, auch den Menschen aus meinem Bekanntenkreis soweit gut geht. Das ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit heutzutage. Neben der Gesundheit ist es doch vor allem auch wichtig, im und in Frieden am Leben teilhaben zu können. Meine Generation in Deutschland hatte bisher dieses große GLÜCK in FRIEDEN leben zu dürfen. Das ist in vielen Teilen dieser Welt den Menschen nicht vergönnt, meist einhergehend mit Not und Elend und sehr vielen Toten. Vielleicht sollten wir Menschen uns mehr bewusst machen, dass Frieden und alle dazugehörigen positiven Erscheinungen keine SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT sind, sondern radikal formuliert: LUXUS PUR!

 

 

 

Wie lange hast du an Deinem Debütalbum “BY TRAIN THROUGH COUNTRIES” gearbeitet?


Von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung des Albums hat der Schaffensprozess circa zweieinhalb Jahre gedauert. Das ist eine lange Zeit, die mit kreativen Höhen, aber auch Tiefen verbunden war. Ähnlich wie die Wetterlage auf unserem Planeten mit vielen Wechseln, aber auch Peaks in alle extremen Richtungen. Letztendlich ist dieser Zeitraum aber völlig berechtigt gewesen. Ich brauchte einfach diese Zeit, damit das Album das Album werden konnte, welches Du jetzt vorliegen hast.

 

 

 

Es ist ja eher unüblich, ein Debütalbum mit verschiedenen internationalen Sängerinnen und Sängern herauszubringen. Wie schwierig, oder wie steinig war der Weg von der Idee bis hin zur Ausführung?


Mit deiner Einschätzung, dass es unüblich ist, ein Debütalbum mit Sängerinnen und Sängern herauszubringen, liegst du ganz richtig. Das machen, glaube ich, nicht viele Bands und Künstler; meines Wissens nach auch nicht genreübergreifend. Ich arbeite ja seit 2010 für das Medienunternehmen BOB-MEDIA, welches in Elsdorf, so ziemlich genau zwischen Köln und Aachen, seinen Sitz hat, mit all seinen Labels Echozone, Fastball-Music, Sonic Revolution und areaDB. Außerdem habe ich vor geraumer Zeit den NOSW Podcast, welchen ich über Radio MIC ausstrahle und via Mixcloud den Interessierten zum dauerhaften Nachhören bereitstelle, ins Leben gerufen. Da ich selber kein begnadeter Sänger bin, dachte ich mir an einem Tag X: „Ulf, du hast über deine Arbeit bei den Labels und durch den NOSW Podcast und die nahezu tägliche Aktivität in den sozialen Medien so viele unterschiedliche Menschen mit eindrucksvollen und intensiven Gesangsstimmen kennengelernt, nutze diesen Umstand und frage einfach nach, ob Interesse daran besteht, einen gemeinsamen Song zu erschaffen.“ Und los ging es! ⯑


Der erste fertige Song war im übrigen WHERE ARE THE ANGELS FEAT. MICK L. ANGELO von den wunderbaren 5TimesZero aus Essen - starke und sympathische Musiker, die sich zum Teil aus den alten, leider nicht mehr existierenden IN PROGRESS und ALL THE ASHES gebildet haben.
Natürlich haben nicht alle Sängerinnen und Sängern, die ich als ersten Wunschkandidaten im Kopf hatte, zugesagt. Absagen kamen aber nur dadurch zustande, weil einfach kein Zeitfenster der von mir Auserwählten vorhanden war oder keine Chemie zum von mir produzierten Instrumentaldemo aufgebaut werden konnte. Wenn man diese Umstände als schwierig oder steinig bezeichnen kann, dann waren genau diese Situationen unter anderem die Hürden auf dem Weg von der Idee bis hin zur Fertigstellung des Albums.

 

 

 

 

 

 

 (Copyright by Jörg Tochtenhagen)

 

 

 

 

Wie verliefen die Arbeiten mit den ganzen Gastmusikern? Hat sich das nicht als ziemlich schwierig gestaltet?


Der ganze Prozess der Zusammenarbeit mit allen Sängerinnen und Sängern, den fast fünfzig Remixern aus der ganzen Welt sowie meinem kreativen Kern-Team bestehend aus meinem Hauptgrafiker Markus Kühnel (er hat fast alle Single Frontcover, dass Album Artwork und Booklet sowie alle Grafiken für das Internet kreiert, sowie das Video zum Song DOCH DAS WAS BLIEB produziert) von NOCTURAL STUDIOS / ELANDOR, Tim Aßmann (Grafiken für einige Singles inklusive Video Single Previews) von VISIONARY MOMENTS, Patrick Knoch (Mastering) von ELEKTROSTAUB, Jörg Tochtenhagen (Pressebilder und Mastering) von BOB-MEDIA, der mir auch die Produktion für das Video zum Song TIME FOR MEMORIES FEAT. PLEXIPHONES durch Lensflare Clips ermöglicht hat und seiner Frau Andrea Tochtenhagen, die alle meine Songtexte und Produkttexte für alle Singles und natürlich für das Album geprüft und dann noch in Englisch übersetzt hat, verlief total harmonisch, konstruktiv, aber vor allem kreativ.


Die Organisation, Kommunikation und Umsetzung des großen Ziels, der Albumveröffentlichung, war extrem umfangreich und arbeitsintensiv, aber letztendlich habe ich all das unter der Mithilfe von allen Beteiligten gemeistert.


Die meisten Songs wurden bereits vorab als Singles veröffentlicht, um die beteiligten Sängerinnen und Sänger mit einem jeweils eigenen Release samt Remix-Versionen internationaler Künstler zu würdigen. Somit stellt das vorliegende Album eine Zusammenfassung der Konzeptarbeiten von Projekt Ich aus den letzten zweieinhalb Jahren dar. Insgesamt entstand ein Katalog von 182 Titeln mit einer Gesamtspielzeit von über 16 Stunden

 

Gibt es auf dem Album einen Song, der Dich emotional mehr berührt, als die anderen?


Alle Songs des Albums berühren mich emotional sehr. Beim Hören von THANKS FEAT. !distain ertappe ich mich manchmal dabei, dass meine Augen feucht werden und die eine, manchmal auch mehrere Tränen den Weg über meine Wangen suchen und finden. Nicht zuletzt wegen den unfassbar guten Gesamtklang der Stimmen von Manfred Thomaser und Alex Braun, welche eine oft im Alltag unterschätzte Botschaft übermitteln. Ich finde es total wichtig, dass wir Menschen uns bei uns sehr nahe stehenden Menschen, aber auch Menschen im Umfeld, wie zum Beispiel den Kollegen oder auch einfach mal bei dem Müllmann oder dem Postboten, viel öfter dafür bedanken, dass sie da sind und uns mit Dingen versorgen, auch wenn diese uns noch so klein erscheinen, uns das Leben erleichtern oder in schweren Stunden beistehen. Menschlichkeit ist ein hohes Gut, und die Gesellschaften weltweit verrohen leider immer mehr. Ein ernstgemeintes DANKE muss nicht immer groß sein, aber kann Großes bewirken!

 

 

 

Was bedeutet es für Dich, nun Dein Debütalbum in den Händen zu halten?


Mein Baby BY TRAIN THROUGH COUNTRIES in den Händen zu halten, es zu fühlen, zu sehen, beim Hören der Songs und betrachten von Artwork und Booklet durchquert meinen Körper von Kopf bis Fuß ein fast nahezu unbeschreibliches Glücksgefühl.


Bei jeder weiteren Hör-Reise entdecke ich Neues auf meiner musikalischen Zugfahrt durch die Länder. Ich begegne bei jedem Halt einer Sängerin oder einem Sänger und gehe mit ihnen auf Entdeckungsreise. Wir tauschen uns angeregt im Verlauf dieser Fahrt über unsere Gedanken in Bezug zum aktuell hörbaren Song des Albums aus. Das kann verdammt spannend sein, weil ja auch die Sängerinnen und Sänger aus den unterschiedlichsten Ländern aus Europa stammen. Andere Länder, andere Sitten, unterschiedliche Kulturen und doch eint uns alle eins: wir sind MENSCHEN mit allen unseren guten, aber auch schlechten Seiten.


Es erfüllt mich mit Glück und Stolz, mit all diesen kreativen Menschen BY TRAIN THROUGH COUNTRIES erschaffen zu haben. Es war neben der Geburt meiner beiden Töchter einer der wichtigsten Erfahrung, die ich bisher in meinen Leben gemacht habe. Das bleibt für IMMER! Letztendlich ist durch diesen Prozess PROJEKT ICH zu PROJEKT WIR gewachsen.

 

 

 

 

 

 (Copyright by Jörg Tochtenhagen)

 

 

 

 

 

Wenn du zu den Anfängen des Albums zurückblickst, würdest Du irgendetwas anders machen?


NEIN, NICHTS! …


Für mich sind das 100 PROZENT von allem! Jede Note, jedes Instrument, jede Stimme.


Für mich persönlich verbuche ich den kompletten Entstehungsprozess von BY TRAIN THROUGH COUNTRIES als größten Erfolg, den ich mit diesem Debütalbum machen kann. Die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene mit fast hundert Menschen hat mich so unbeschreiblich emotional bereichert und künstlerisch beflügelt.

 

 

 

Was hast du als nächstes geplant? Gibt es da schon konkrete Pläne?


Nach dem Album ist vor dem Album! Vieles ist in Planung, aber noch nichts davon ist fest in Stein gemeißelt. Momentan befinde ich mich noch mit voller Kraft in der Promotion rund um das Projekt Ich Debütalbum. Ein Teil davon ist die von Euch geschaffene Möglichkeit, dieses Interview mit Euch zu führen, um Eure Leserschaft neugierig zu machen, damit sie unmittelbar nach dem Lesen des Interviews auf die Suche nach PROJEKT ICH in der weiten Netzwelt geht. 


Außerdem habe ich eine Woche vor der Veröffentlichung des Albums die BY TRAIN THROUGH COUNTRIES TOP 15 Charts ins Leben gerufen, um von den kreativ Beteiligten und bis jetzt von fast allen Käufern des Albums zu ermitteln, in welcher Reihenfolge alle diese Menschen die insgesamt fünfzehn Songs des Albums sehen. Ich erhalte von den Personen, die die Charts tippen, ein Foto von sich und dem Album sowie die persönlichen TOP 5 der Teilnehmer. Es ist absoluter Wahnsinn, wie viele Bilder und TOP 5 ich bisher erhalten habe. Die BTTC COMMUNITY wächst von Woche zu Woche immer mehr. Das ist irre! …
Vielleicht gibt es bald was Neues von Projekt Ich. Seit wachsam!

 

 

 

Und schlussendlich die allesentscheidende Frage. Was bedeutet Musik für Dich?


Musik ist für mich ab einem Alter von ungefähr zwölf, dreizehn Jahren ein wichtiger Bestandteil in meinen Leben geworden. Damals reiner Genuss, ein sich selbst entdecken bis hin zur Identifikation und Verschmelzung mit gehörten Klängen und meist in Muttersprache gesungen oder gesprochen.
Heute bedeutet Musik fast das Gleiche für mich wie damals. Was sich geändert hat, ist, dass ich fast „erwachsen“ geworden bin und das Produzieren von Musik, einhergehend mit dem Schreiben von Songtexten bis hin zur Sprach- („Gesangs-“) aufnahme für mich als ungebrochene Ausdrucksform erkoren habe, in der ich mich nicht verbiegen muss.

 

 

 

 

 

 (Copyright by Markus Kühnel/Noctural Sudios)

 

 

 

 

 

Ganz lieben Dank für das Interview. Die letzten Worte gehören natürlich Dir!


Ich möchte mich bei meiner Familie, bei meinen engsten Freunden, allen Menschen, die an der Entstehung von BY TRAIN THROUGH COUNTRIES in irgendeiner Form beteiligt waren, allen Fans, den Lesern dieses Interviews sowie dem kompletten BBU Magazin Team bedanken.
Musik verbindet und kann Grenzen in Frieden dämmen oder gar aufheben.


"By Train Through Countries" ist das Produkt von ALLEN Beteiligten und wäre ohne jeden Einzelnen nicht das, was es jetzt ist.


Wenn es jetzt auch noch Menschen gibt, denen das Album gefällt, haben wir alles richtig gemacht.


Ach ja: Bitte besucht meine Internetseiten und drückt bitte den „Gefällt Mir“ Button! 

 

 

 

 

 

Projekt Ich - Doch Das, Was Blieb feat. Markus Kühnel (Official Video)

 

 

 

 

Projekt Ich feat. PLEXIPHONES - Time for Memories (Offical Video) 

 

 

 

 

 

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