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Ausgabe: Juli 2016 

Mit Alex Streb

Redakteur: Kerstin Raphahn

 

 

Hallo Alex, schön dass du Zeit gefunden hast mir Rede und Antwort zu stehen! Du bist ein selbständiger Diplom-Geologe aus Mainz/Wiesbaden und hattest am 14. Mai einen Stand mit einem außergewöhnlichen Hörspiel, auf der Hörmich in Hannover gehabt. Dieses war etwas ganz anderes, als man sonst dort gesehen hatte und machte mich ziemlich neugierig.

 

Hallo Kerstin! – Es freut mich, dass wir mit diesem Projekt neugierig machen können…

 

Was verbindet dich mit dem Naturhistorischen Museum in Mainz?

Abgesehen davon, dass ich sehr gerne dorthin gehe und mir die Dauer- und Sonderausstellungen ansehe, bin ich Mitglied in der RNG, leite deren Geowissenschaftlichen Arbeitskreis (hier organisiere/halte ich zum Beispiel Vorträge und plane/führe Exkursionen durch) und arbeite im Beirat der Gesellschaft. 

Zusätzlich unterstütze ich die Arbeit des Museums gemeinsam mit Anderen bei verschiedenen Gelegenheiten.

Es ist eine spannende Möglichkeit, sich ehrenamtlich einzubringen und dabei selbst viel Neues (okay, in einem Naturhistorischen Museum lernt man auch viel neues Altes) zu lernen. 

Gerade heute verliert man die Vergangenheit leider oft aus dem Blick, obwohl man durch die Vergangenheit viel über die Zukunft erfahren kann...

 

 

Ist RNG nur eine Abkürzung für die Rheinische Naturforschende Gesellschaft in Mainz, oder ist es evtl. ein Verein?

Die Rheinische Naturforschende Gesellschaft ist in der Tat ein Verein und RNG ist tatsächlich die Abkürzung dafür.  Auf der CD erfährt man zum Beispiel mehr über die Gründung der Gesellschaft im Jahr 1834 sowie ihre Ziele und vielfältigen Aktivitäten.

 

 

Wie kommt man auf die Idee so ein Hörspiel zu machen und ist das überhaupt ein richtiges Hörspiel?

Ich beginne bei dieser Frage am besten hinten und arbeite mich dann nach vorne. Der zweite Teil der Frage ist etwas knifflig. – Um es klipp und klar zu sagen: Jein! 

Es gibt eine Hörspielrahmenhandlung, die von zwei halbwegs fiktiven Figuren getragen wird.  So etwas kann im Museum tatsächlich passieren, völlig frei ausgedacht ist es also nicht, was im Hörspiel geschieht. 

Und in diese Geschichte sind einige Infotexte eingebettet, die über die RNG und das NHM (noch eine Abkürzung, dieses Mal für das Naturhistorische Museum Mainz) informieren.

Und wie ich auf die Idee gekommen bin, ein solches Projekt anzugehen?  Vor ein paar Jahren habe ich mir eine CD gekauft, die ein für mich sehr spannendes Thema (ich bin nicht nur Geologe, sondern auch Paläontologe, beschäftige mich also gerne und intensiv mit Fossilien) verhieß. 

Ohne dass das, was ich nun schreibe, böse klingen soll, war ich nach dem Hören der gekauften CD doch arg ernüchtert und auch etwas enttäuscht.

Seit mehr als zehn Jahren beschäftige ich mich nicht nur hörend mit Hörspielen, habe schon einige selbst geschrieben und kenne ein paar Produzenten. Entsprechend fiel es mir nicht schwer, auf die Idee zu kommen, ein solches Projekt selbst entwickeln und umsetzen zu wollen.

 

 

Wie verlief die Umsetzung und wer war alles daran beteiligt?

Ganz am Anfang war da zunächst einmal die fixe Idee, ein solches Projekt schreiben/herstellen/produzieren (lassen) zu wollen, aber eine bloße Idee reicht einfach nicht.  Eine wichtige Hürde ist immer die Finanzierung, egal von welcher Art von Projekt man spricht.  Und die andere Hürde ist die Frage nach demjenigen, der die technischen Aspekte der Produktion umsetzt. Seit über zehn Jahren kenne ich Jörg Schuler und Matthias Brinck (zum Beispiel die Hörspiele „MIND“ und „Bad, Mean & Evil“), mit denen ich sehr gerne zusammen arbeite. 

Mit Jörg habe ich zunächst über die Grundidee gesprochen und schnell waren wir uns darüber einig, dass wir die Anfrage für eine Finanzierung mit einer Hörprobe untermauern sollten.  Das haben wir dann auch gemacht und zwei Tracks vorproduziert.

Mit Hörprobe (unter anderem eine „Tierdoku“, die uns in die Zeit vor 10 Millionen Jahren führt) und finanziellem Konzept ausgestattet habe ich dann mit den möglichen Geldgebern gesprochen und unser Konzept konnte überzeugen. 

Die Gelder wurden bewilligt und dann konnten wir loslegen. Die Recherche, das Zusammenfassen von Rohdaten zu einem fertigen Script, dann das Lektorat durch den Vorstand der RNG und die Leitung des NHM, anschließend die Sprachaufnahmen.  Die technischen Aspekte wurden von Jörg übernommen, Cover, Inlay etc. wurden von der Grafikerin des Museums gestaltet und ich selbst plante, schrieb und koordinierte das Projekt.

Es waren am Ende, außer mir selbst, mehr als zehn Personen an diesem Projekt beteiligt, inklusive der Sprecherinnen und Sprecher, die alle, wie ich finde, tolle Arbeit geleistet haben.

 

An wen richtet sich dieses Hörprojekt?

An alle, die gerne auch mal etwas lernen wollen, während sie sich unterhalten lassen… Nein, im Ernst, wir haben dieses Projekt für verschiedene Zielgruppen konzipiert, um möglichst viele Interessengruppen zu vereinen. Wer sich zum Beispiel für Museen und Naturkunde allgemein interessiert sowie für die historischen Hintergründe, die vor fast 200 Jahren zur Gründung naturforschender Gesellschaften geführt haben, wird bei unserem Projekt fündig. Und es ist auch nicht nötig, einen direkten Bezug zur Stadt Mainz zu haben.

 

 

 

 

 

 

Wo und wie kann man es beziehen?

Unser Hörprojekt (wie wir es in RNG und NHM gerne nennen) kann man bei der Rheinischen Naturforschenden Gesellschaft in Mainz beziehen (http://www.rng-mainz.de/), zum Beispiel beim Vorstand der RNG oder direkt bei mir.

Gegen eine Spende, die wir für die vielfältigen Aktivitäten der Gesellschaft verwenden (die übrigens auf der CD erwähnt werden) oder zur Anschaffung neuer Ausstellungsstücke für das Museum, versenden wir gerne CDs.

Eine unserer CDs zu besitzen, unterstützt also direkt einen guten Zweck, neben dem Unterhaltungsaspekt ist das doch ein netter Anreiz, oder? 

 

 

Sind weitere Projekte dieser Art zu erwarten und wirst du 2017 wieder auf der Hörmich anzutreffen sein?

Ich arbeite gerade daran, dass es hoffentlich bald weitere solcher Projekte geben wird und bewerbe mich fleißig bei Museen und anderen, vergleichbaren Einrichtungen. 

Aber wie zuvor schon erwähnt, die Finanzierung ist eine gewichtige Hürde, wie auch manchmal bereits bestehende Konzepte, die derzeit keinen Raum für ein Hörprojekt lassen. 

Aber ich bleibe am Ball und hoffe natürlich selbst sehr, dass es in Zukunft noch weitere Projekte dieser Art geben wird. Nachdem die Hörmich 2016 eine tolle Veranstaltung war, kommen meine Frau und ich sehr gerne wieder!  Wir hatten viel Spaß und nette Gespräche mit tollen Menschen, das möchten wir 2017 gerne wiederholen.

 

Der ein oder andere kennt dich bereits aus dem Dreamland Productions Team. Magst du den anderen Lesern kurz deine Aufgaben bei dem Hörspiel Label erzählen?

Ich habe gegen Ende 2006 Thomas Birker von Dreamland kennen gelernt und noch im gleichen Jahr bei einem Casting (da ging es um die Sprechersuche für die drei Hauptfiguren in Codename SAM) unterstützt.  Etwas später habe ich ihm bei der ersten Hörspielmesse geholfen, die Thomas 2007 ins Leben rief.  Und im gleichen Jahr habe ich begonnen, Hörspielscripte und andere Texte für Thomas durchzusehen.  Darüber hinaus sind drei der Scripte, die ich bisher geschrieben habe, bei Dreamland erschienen.

 

 

Gibt es etwas, das du unseren Lesern zum Schluss noch sagen/auf den Weg mitgeben möchtest?

Pflegt euer Hörspielhobby!  Holt euch euren Nachschub am besten direkt bei den Labels, sie werden es euch mit neuen Hörspielen danken!

 

Alex, hab recht herzlichen Dank für das Interview und ich drücke feste die Daumen, dass sich alles so entwickelt, wie du es erhoffst!

 

Vielen Dank! 

Euch wünsche ich auch alles Gute und hoffe, ihr habt weiterhin viele entspannte und interessante Interviewpartner…

 

 

 

 

 

 

 

 

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