Genre: Horror-Thrillers
VÖ: 17.06.2021
Label: Nameless Media
Laufzeit: ca. 79 Minuten
Regie: Carl Christian Raabe
Produktion: EuroVideo Medien GmbH
Geschrieben von Bibi

 


Als Cathrines Vater stirbt, möchte sie so schnell wie möglich ihr Erbe – ein altes Herrenhaus auf dem Land – verkaufen. Mitten im norwegischen Winter reist sie in das Dorf, in dem sie ihre halbe Kindheit verbracht hat. Doch kaum angekommen, machen Nachbarn ihres Vaters kryptische Aussagen über ein tödliches Geheimnis, dessen Schatten auf dem Haus liegt: Es geht um das mysteriöse Verschwinden einer nahen Verwandten Cathrines vor vielen Jahren und einen Mord im engsten Familienkreis. Als Cathrine auf einen rätselhaften Raum im Haus stößt und von unerklärlichen Ereignissen heimgesucht wird, beschließt sie, sich der Vergangenheit ihrer Familie zu stellen. Doch während Cathrines einsamen Aufenthalts in dem leerstehenden Familienanwesen gerät ihre Psyche zunehmend aus den Fugen, und sie scheint immer mehr den Bezug zur Realität zu verlieren.

 

 

Der Horror-Thriller Haunted Child (Hjemsøkt) erzählt die Geschichte einer verdrängten Kindheit, was ja prinzipiell nichts neues ist, und dennoch ist der Film doch ganz anders, denn er ist nicht nur ein reiner Horrorfilm, sondern vereint neben den Horrorszenen auch Drama- und Grusel-Elemente.

 


Synnøve Macody als Cathrine ist teilweise sehr unterkühlt, und scheint in Ihrer Rolle vollkommen aufzugehen, und so sieht man auch großzügig darüber hinweg, dass sich hier einige bekannte Horror - und Drama-Klischees eingeschlichen haben. Haunted Child ist eine elegante, aber etwas unterkühlte Inszenierung, die an manchen Stellen ein bisschen mehr Spannung vertragen könnte.

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Story wird auch an manchen Stellen sehr verwirrend präsentiert, so dass man sich gedanklich manche Ungereimtheit zusammenreimen muss, und stellenweiße wünscht man sich etwas mehr Geschehen, oder mehr Tempo. Das dies geht, beweist der Schluss, der so rasant ist, dass man fast nicht mehr mitbekommt, was auf einmal alles passiert.

 


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An dieser Stelle muss ich auch noch einmal auf die Hauptdarstellerin zurückkommen, denn ohne diese tolle Schauspielerin würde der Streifen nur halb so gut sein. Sie macht durch ihre Verkörperung der Rolle noch einiges an Punkten gut.

 

 

Eine ausdrucksstarke Synnøve Macody und die wunderbare Kühle und der Charme von Norwegen dürfte Nordic-Fans und insbesondere Genre-Fans ansprechen. Das Rad wurde hier zwar nicht neu erfunden, aber für einen netten Abend ist mit diesem Film allemal gesorgt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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