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Genre: Krimi
VÖ: 05.06.2020 (DVD)
Laufzeit: 4x90 Min.
Sprache: Deutsch, Englisch
Label: Edel Motion
Geschrieben von Bibi
Ausgabe Juni 2020

 

 

 

Nach seinem Wechsel von der Großstadt in das kleine Städtchen Brokenwood hat sich Detective Senior Sergeant Mike Shepherd (Neill Rea) an den entspannten Rhythmus des Landlebens gewöhnt. Seine methodische junge Assistentin, Detective Kristin Sims (Fern Sutherland), hat sich mit Shepherds unkonventionelle Arbeitsweise arrangiert und toleriert sogar seine Country – Musik in seinem 1971er Oldtimer. Trotz der wachsenden Einigkeit zwischen dem ungleichen Duo liegt in Brokenwood einiges im Argen. Denn unter der verschlafenen Oberfläche brodelnde Leidenschaften brechen regelmäßig aus und münden nicht selten in grausamen Verbrechen. In Staffel 2 bekommen es Shepherd und Sims mit einem potenziellen Serienkiller, einer Gruppe egozentrischer Theaterleute, einer ortsansässigen Fischerfamilie und dem mysteriösen Tod von Shepherds Lieblingssängerin zu tun.

 

 

 

 

 

 


Auf diese 2. Staffel hatte ich mich unglaublich gefreut, denn schon in der vorherigen Staffel hat mich der etwas schrullige, meist unrasierte und vielleicht deswegen so sympathische Mike Shepherd überzeugt. Aber auch seine Assistentin, die junge Kristin Sims hat Ihren eigenen Charme, den sich nur schwer jemand entziehen kann.

 

 

 

 

Die Storys sind alle hervorragend geschrieben, und werden von den Schauspielern fantastisch authentisch gespielt, man nimmt Ihnen Ihre Rollen einfach ab, und das ist unglaublich wichtig für eine Serie, denn was nutzt das beste Drehbuch, wenn die Schauspieler es nicht draufhaben, dieses gut rüber zu bringen. Trotz der langen Episoden (jeweils 90 Minuten) kommt zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf, ist und bleibt immer wieder bis zum Ende spannend, und das Level ist hier sehr hoch angelegt.

 

 

 


Die einzelnen Episoden sind alle gut, spannungsgeladen, und manchmal auch sehr emotional. Dennoch sticht für mich eine Episode ganz besonders heraus. In der 2. Folge „Sterben oder nicht sterben“ geht es um eine Theatertruppe, bei deren „Hamlet“-Premiere tatsächlich ein Schauspieler stirbt. Und wie man sich nun mal Theaterleute vorstellt, sind diese alle ziemlich durchgeknallt, und durch diese Charaktere macht das zuschauen und mitfiebern natürlich noch mal doppelt so viel Spaß. Die Geschichte ist ziemlich verworren, und bis zum Ende ist nicht klar, wer denn nun der Mörder ist, bis der schrullige Detective die richtige Eingebung hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Doch auch die anderen 3 Folgen sind fantastisch, und immer wieder darf man miträtseln, wer denn nun der Bösewicht ist, den es zu fangen gilt. Der Spannungsbogen ist in jeder Folge so geschärft, das man immer wenn man glaubt, man hätte den Mörder ausgemacht, immer wieder neue Indizien dazu kommen, mit denen man nicht gerechnet hatte. Doch das macht die Geschichte nicht wirr, sondern ein Stein passt auf den nächsten, und am Ende ergibt alles ein großes Ganzes! Hervorragend konzipiert!

 

 

 


Schön ist allerdings auch, das man hier auch quer einsteigen kann, und nicht unbedingt die vorherige Staffel gesehen haben muss, um mit den Folgen mitzukommen, da alle Storys in sich abgeschlossen sind. Empfehlen würde ich trotzdem, sich beide Staffeln zu holen, denn es lohnt sich einfach.

 

 

 

 


Trailer:

 

 

 

 


Jede Menge Infos zu Inhalt, Cast und Crew der 2. Staffel von Brokenwood – Mord in Neuseeland findet man hier