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(KULTFILM REVIEW mit ausführlichem Interview) 



Produktionsfirma: Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF) (Mainz) Stella-Film GmbH (München)
Länge: 97 min
Format: 35mm
FSK-Prüfung (DE): 11.08.1981, ab 16 Jahre
Uraufführung (DE): 16.10.1981;
Aufführung (DE): 28.10.1981, Hof, Internationale FilmtageVinyl
Erscheinungsdatum: 1. Januar 1981
Anzahl Disks/Tonträger: 1
Label: Mercury

Geschrieben von Marci Machine 

 

 

 

 

Marcel ist Sänger einer Berliner New-Wave-Band. Ohne Hoffnung auf eine bessere Zukunft schlägt er sich durchs Leben und hält sich ganz an seinem Glauben an die Intensität des Augenblicks fest. Er sucht das Risiko, um sich emotional aufzuputschen - zu verlieren hat er sowieso nichts. Daher auch sein Motto "Jetzt und alles". Als Marcel dann auf den alternden Gangster Rudi aus Paris trifft, der einen Komplizen für die Entführung eines Millionärssohns braucht, lässt sich Marcel von ihm überreden, bei dem nicht ungefährlichen Vorhaben mitzumachen. Doch die Entführung entwickelt sich nicht wie geplant: Schon bald wird Marcel bei einer nervenaufreibenden Verfolgungsjagd im Gewirr der U- und S- Bahnen Berlins zum Gejagten.

 


JETZT UND ALLES ist ein Krimi, Musik und Kunst-Szene Film! Außerdem spiegelt er perfekt das damalige Berlin Anfang der 80er Jahre; dreckig, gemein und trotzdem mit Herz und Anziehungspunkt für viele Künstler aus aller Welt. Gleichzeitig auch für Ganoven und Kleinkriminelle ein begehrter Hotspot! BERLIN fasziniert jeden und ist auch heutzutage noch Schmelztiegel der verschiedensten Kulturen.

 

Hauptdarsteller ist RICHY MÜLLER. Für die Rolle des Marcel Tiss war eigentlich STING vorgesehen, aber ich finde Richy macht seine Sache mehr als gut. Mit seiner Rolle in dem Fernsehdreiteiler "DIE GROßE FLATTER" als Jugendlicher Richy, der in einer Obdachlosensiedlung am Stadtrand von Berlin lebt, gelang ihm 1979 der Durchbruch als Schauspieler. Den ihm in der Öffentlichkeit daraufhin anhaftenden Rollennamen Richy machte er zu seinem Künstlernamen.

 

Da der Film von DIETER MEIER (Yello) ist, kommt die Schweizer Kult-Band natürlich auch darin vor, allerdings heißen sie im Film NICHT "Yello"! Das ist sehr schade, denn es IST nunmal YELLO und auch die Musik die die Band im Film spielt stammt von Yello!

 

Die Inszenierung ist gelungen, erinnert in manchen Passagen sogar an einen anderen KULT-FILM, und zwar an "Theo gegen den Rest der Welt" mit Marius Müller-Westernhagen! Die LOKALKOLORIT kommt dem Film sehr zugute, die internationale Besetzung macht daraus ein kleines Juwel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus heutiger Sicht ist manches in der Storyline vielleicht seltsam, fragwürdig und teils auch unlogisch, ABER dennoch unterhält der Film sehr gut! Und man sollte ihn auf jeden Fall unbedingt mal gesehen haben! Als YELLO FAN kommt man ohnehin nicht drumherum. Ich befragte YELLO-GRÜNDER CARLOS PERÓN zu dem Film und hier sind seine spannenden Antworten.

 

 


01. Lieber Carlos, was dachtest Du und Boris Blank, als Dieter Meier mit der Idee zu diesem Filmprojekt kam?

 

CP: Als ich seinerzeit mit meinem Studio zu Dieter in sein Atelier zog, versuchte er sich unter anderem als Bildhauer, was aber grandios scheiterte, da er ja keinerlei Grundlage hatte wie mit Stein umzugehen ist. Erst als ich das Studio ins 2. Atelier verlegte und Dieter auch seine in den 60/70er Jahre erstellten 16mm Kurzfilme zeigte, offenbarte er, dass er auch an einem Drehbuch arbeiten würde mit Arbeitstitel „Sehnsucht nach allem“. Das war aber alles noch sehr vage und wenig fortgeschritten. Aktuell wurde es eigentlich erst richtig als die Nachricht kam, dass Dieter mit seinem in Berlin bei der Filmförderung eingereichten Drehbuch den ersten Preis gewonnen hatte. Das war so zurzeit nach der Vö. von „Solid pleasure“ und YELLO in den USA schon zu Kult wurden.

 

 

 

02. Weißt du noch wie hoch das Budget war?

CP: So genau weiss ich das jetzt nicht mehr, aber so DM 500´000,00 waren das schon.

 

 

 

03. Was für Erinnerungen (positive wie negative) hast du an den Film & die Dreharbeiten?

 

CP: Also ich habe nur positive Erinnerung an die Dreharbeiten von „Jetzt & Alles“. Es war für mich und Boris 2 Wochen Party, wohlgemerkt noch in West-Berlin. Man wohnte in einer riesigen Villa, welche als gehobene Pension von einer überaus netten älteren Dame geführt wurde. Da wohnte auch Jean-Pierre Kalfon (https://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Pierre_Kalfon), Anthony Moore und natürlich Boris und ich. Dieter wohnte ja damals in einem riesigen Loft, welche auch im Film vorkommt. Man ging natürlich jeden Abend aus an die unmöglichsten Orte. Die Berliner Musikszene formierte sich ja gerade z.B. IDEAL und viele andere. Der New Wave verdrängte gerade den abgestandenen Punk. Was die Anwesenheit bei Dreharbeiten anbelangt da hielt ich mich vornehm zurück beobachtete aber akribisch die Abläufe. Es war für mich lehrreiche 2 Wochen. Eine sehr positive Begegnung war mit dem Kameramann Gérard Vandenberg (https://www.filmportal.de/person/gerard-vandenberg_2f783409d03e4ef78f4f68eea677d241). Er hatte auf Dieter sehr hohen Einfluss vor allem was die Ruhe angeht. Dieter regte sich häufig über das starre Produktionssystem des ihm vorgesetzten Produzenten Peter Schamoni auf (https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Schamoni). Jedoch ist zu sagen, dass der Autokrat Dieter es nicht gewohnt war als Teamplayer zu arbeiten und es auch nie war und er einfach zu viele Einstellung zu viel wiederholen liess. Das brachte Schamoni auf die Palme und Dieter kassierte dafür massiv Schelte am Set.

 

 

 

04. Wie fandest du RICHY MÜLLER in seiner Rolle und privat?

CP: Zuerst war ja Sting für die Rolle vorgesehen. Dieser sagte jedoch ab, da er gerade die Rolle in DUNE erhielt. Dieter musste dann auf den aufstrebenden Richy Müller zurückgreifen. Für Richy war es nach der „Grossen Flatter“ der 2. abendfüllende Spielfilm mit einer Hauptrolle. Richy war zu der Zeit hochkonzentriert und hatte nicht die Zeit in Clubs abzuhängen, so war privat nicht viel los. Die Rolle spielte er perfekt, was ihm auch zum Durchbruch als Schauspieler verhalf. Heute sieht man ihn ja meistens so als miesepetriger Kommissar, oder manchmal in ARD Märchen, aber auch in anderen Filmen.

 

 

 

05. Mit welchen SYNTHESIZERN waren du und Boris Blank da im Film zu sehen?

CP: Ich nahm meinen EMS Synthi A mit nach West-Berlin. Am Zoll wurde ich natürlich gestoppt und die Beamten meinten ich hätte eine Bombe dabei. Ich sagte nein, nein das ist ein Musikinstrument, nennt man Synthesizer. Die Beamten forderten mich auf etwas zu spielen, was ich dann auch tat. Ich bekam Strom, steckte die Verbindungen, es kam ein fiependes Geräusch und dann spielte auf dem Softouch Keyboard eine Sequenz. Die Beamten runzelten erstaunt die Stirnen und liessen mich passieren. Boris hatte nichts dabei, er hatte zu der Zeit ja keine eigenen Synthesizer. Sein Equipment wurde von der Filmproduktion gestellt.

 

 

 

06. Wie war DIETER MEIER so als Regisseur?

CP: Er war sehr konzentriert und streng. Ich sagte ihm, mach es so wie Erich von Stroheim es machen würde - sehr streng und wir lachten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auszug Wikipedia über Strohheim: Mit seiner wachsenden Detailversessenheit und den damit einhergehenden steigenden Kosten und ausufernden Drehzeiten handelte er sich jedoch zunehmend größere Probleme mit den produzierenden Studios ein. Viele Anekdoten über Stroheims exzentrischen Regiestil machten die Runde und wurden in der Presse häufig kolportiert. So soll er bei einer Aufnahme einen Wutanfall bekommen haben, weil – in einem Stummfilm – eine Türklingel nicht funktionierte. Ein anderes Mal ließ er eine aufwändige Massenszene wiederholen, weil ein Kellner im Hintergrund keine weißen Handschuhe trug. Für seine berüchtigten Orgienszenen ließ er angeblich echte Prostituierte als Statistinnen engagieren. Für eine andere Szene verlangte Stroheim echten Kaviar.

 

 

 

07. Als Richy Müller sich rückwärts von der Bühne fallen ließ sah das sehr gefährlich aus! Hat er sich dabei verletzt?

 

CP: Nein, da war ja entsprechend vorgesorgt und durch den Schnitt dramatisiert.

 

 

 

08. Welches EQUIPMENT (aus dem TRANCEONIC oder YELLO Studio) waren mit am Set?

 

CP: Mein EMS Synthi A

 

 

 

09. Gab es Streitigkeiten am Set oder untereinander?

 

CP: Nur Dieter und Peter Schamoni, aber das war auch immer zügig beigelegt. Sonst war das Set sehr homogen.

 

 

 

10. Wieso wurde BERLIN zum Drehen ausgewählt und nicht etwa ZÜRICH?

 

CP: Berlin war doch 1000x spannender als die Geldsack Stadt Zürich, wo so eine Förderung nicht mal stattfindet, sondern nur dieser dröge Kunstpreis. Berlin als geteilte Stadt mit all dem vergangenen Glamour der gerade wieder entstand, da hat man als Zürcher einen Koffer in Berlin.

 

 

 

11. Wie fandet IHR (Dieter, Boris und du) die Stadt Berlin?

 

CP: Die war noch so dreckig, wenn man am Morgen ein weisses Hemd anzogen hast und Abends zurück kamst war der Kragen schwarz vom Diesel der Taxis und Ruß der Kohlenheizungen. Da würde sich Greta aber wundern. Ich war ja schon 1972 in Berlin. Ich fuhr damals mit meinem FIAT 750 Abarth nach Hannover flog dann rüber und besuchte meine damalige Freundin Christine Pörschke im Grunewald. Ihr Vater war ein Industrieller und gab uns einen roten Mercedes 190 C, damit ich mir mal die ganze Mauer anschauen konnte und an diversen Aussichtspunkten nach drüben gucken konnte mit Feldstecher. 1981 machten wir dann einen Ausflug in den Osten.

Ausführlich thematisiert im Buch von Jonas Warstad „The YELLO chronikles The early year part two“

---> Hier geht es zum Link 

 

12. Hast du dein cooles Outfit wieder selbst ausgewählt?

CP: Aber natürlich. Alles selbst mitgebracht. Boris wurde von der Requisite eingekleidet. Ich hatte da schon auch ein Auge drauf.

 

 

 

13. War der Film ein Erfolg damals für euch, oder eher ein Flop?

 

CP: Es war ein zweischneidiges Schwert. Einerseits für uns war es sowieso ein Erfolg. 1981 Der Film, der Soundtrack, Impersonator I, Claro Que si und das Video Pinball Cha Cha. Dann noch der Gewinn der Hammer Schlümpfe. Welches kreative Kollektiv hatte damals solch einen output. Als wir damals alle aus dem Kino kamen sagte der damalige CEO der Phonogram Louis Spillman zu Dieter: „Der Film ist super….aber es fehlte schlussendlich der Knall in der Story“. Da wurde Dieter ganz weiss im Gesicht“. Aber das hat alles nichts geschadet, YELLO war sowieso schon Hausband mit Trio und anderen bei der Phonogram. Für Dieter hat es sich so oder so gelohnt er bekam massig Videoaufträge über die Phonogram. Der Flop war ja, dass der Film, welcher in West Deutschland in 350 Kinos anlaufen sollte in Berlin nach 5 Tagen wegen Zuschauer Mangel abgesetzt wurde und so in den Giftschrank kam. Es gab dann mal eine Ausstrahlung auf 3sat, da zog ich mir auch meine VHS Kopie, welche mittlerweile digitalisiert ist.

 

 

 

14. Hat der Film (und der Soundtrack) YELLO bekannter gemacht und stiegen danach die Plattenverkäufe?

 

CP: Auf jeden Fall. Die Phonogram schmiss dann die grosse Promotions Orgie an.

 

 

 

15. Der Film ist ein Krimi, Kunst & Musikfilm! Was magst du an dem Film und was nicht?

 

CP: Ich mag den Film. Er war der Zeit voraus und ich erscheine da. Ist ein spannendes Gefühl im Kino zu sitzen und dich selbst zu sehen.

 

 

 

16. Die Szene in der Dieter RICHY MÜLLER auf die Bühne holt und lächerlich macht fand ich seltsam bis surreal. War das so geplant?

 

CP: Ja so stand das im Drehbuch. Wir hiessen ja im Film WHITE HEAT, dummerweise nicht YELLO was ich besser gefunden hätte. Diese Szene ist wirklich grandios und es ist auch YELLO Musik die da läuft. Klar wurden x Takes gemacht bis dieser höhnische Effekt entstand. Das beste ist wie er am Schluss die Zunge rausstreckt.

 

 

 

17. Habt ihr LIVE gespielt bei den Bühnenszenen oder kam die Musik vom Band?

 

CP: Die Musik kam vom Band und wir spielten Playback Akrobatik. Danach wird da Original Master nochmals lippensynchron darüber gelegt.

 

 

 

18. Wie bewertest du heute den STELLENWERT des Films in der YELLO History?

 

CP: Wenn man bedenkt, dass Dieter kein Spielfilm mehr gelungen ist, ist der Stellenwert immens. Ausser „Snowball“ jetzt „The Lightmaker“ der über Jahrezehnte bearbeitet wurde kam eben nichts.

 

 

 

19. Habt ihr (Boris und du) euch insgeheim über Dieter's doch krasse Performance amüsiert oder mit den Augen gerollt? Schließlich hattet ihr ja schon seine "DEAD CAT" Performance einige Jahre zuvor im TRANCEONIC Studio erlebt.

 

CP: Wir fanden das beide Top und ich freute mich schon auf live - aber auch da - nichts. Depeche Mode fragten an. Ich sagte sofort machen. Boris wie immer sagte nein und Dieter wurde von ihm auch in dieses Fahrwasser gezogen.

 

 

 

20. Ich hätte sehr gerne mehr von dir gesehen Carlos, du z.b. in deiner coolen Lederjacke ohne Shirt darunter, wieso hatten Boris und du nicht etwas mehr PLAYtime in dem Film?

 

CP: Ja der Look mit der Lederjacke ohne Shirt drunter kam ja erst 1983. 1981 war ja noch New-Wave Look. Da bist Du nicht drin. Wir nahmen am Schnitt keinen Anteil. Mich wunderte schon, dass ich in den Opener genommen wurde.

 

 

 

21. Wie war die Zusammenarbeit mit anderen Musikern wie z.b. der umwerfenden JOY RYDER und den Schauspielern? Habt ihr heute eventuell noch Kontakt?

 

CP: Also Anthony Moore machte einige Aufnahmen im TRANCEONIC & YELLO Studio auftrags Dieter. JOY RYDER´s Stimme wurde in Berlin aufgenommen und abgemischt. Leider ist JOY RYDER 2015 verstorben (https://www.youtube.com/watch?v=oaSRX4LGXZg). Aber irgendwelche Kontakte bestehen keine.

 

 

 

22. Denkst du gerne an die Zeit zurück oder ist das alles "Schnee von gestern" für dich?

 

CP: Ja Schnee ist gut hahaha. Es war eine super Zeit. Aber die heutige auch und 90er 2000er. Wir lebten sehr hedonistisch. Boris und ich gingen häufig in Sterne Restaurants essen und verprassten Kohle bei Kaviar und Champagner. Heute wäre gewisse Sachen wegen PC gar nicht mehr möglich.

 

 

 

23. Freut es dich, daß YELLO besonders in Deutschland eine sehr große FAN Gemeinde hat und wir EUCH im gleichen Atemzug mit KRAFTWERK nennen?

 

CP: Also Kraftwerk ist ja erste Generation. Wir sind zweite Generation im Elektronik Geschäft. Ich kaufte meine erste Kraftwerkplatte KRAFTWRK 1 mit 18 und da war das Krautrock. Jedoch war Kraftwerk für mich nie die Triebfeder auch sowas zu machen, dann schon eher Suicide oder Throbbing Gristle. Mit „Electric Cafe“ haben sie einwenig YELLO Style geklaut. Diese wuchtigen Basstrommeln im Hall. Live ist KRAFTWEK YELLO völlig überlegen. Ich habe KRAFTWERK mehrmals auf Einladung sehen können, auch damals in Düsseldorf so 1990, da fielen noch die damaligen Festplatten aus und die Bilder waren dann nicht in time, aber der sound war tremendous. Ich finde man kann YELLO und KRAFTWERK nicht vergleichen, zumal sich die Urkraftwerkler (Hütter & Schneider) als „Prozesshansln“ erweisen.

 

 

 

24. Schaust du dir den Film und "Die schwarze Spinne" ab und zu noch an? Oder lächelst du nur noch milde dazu?

 

CP: Ich habe mir natürlich die digitalisierte Version die ich habe angeschaut und ich liebe den Mittelalterpart mit Peter Ehrlich, aber jetzt ist alles in Achiv. Man kann ihn remastered auf VIMEO gucken. Der Film hat mir alles Glück der Welt gebracht. Der Soundtrack läuft prächtiger denn je. Mit „Der Komtur“ generierte ich mit der Stimme von Peter Ehrlich einen Welthit. Monatlich gehen aus aller Welt remix Anfragen ein. Es war in den 80ern der erfolgreichste Schweizer Film überhaupt. Der Bundesrat hat mir sogar zu meiner Musik gratuliert.

 

 

 

25. Wurden einige Szenen schon 1980 gedreht? In einer TV Sportübertragung sieht man das FUßBALL-EUROPAMEISTERSCHAFT FINALE von 1980 daß Deutschland 2:1 gegen Belgien gewann. Oder kam das vom Videoband?

 

CP: Das war sicherlich Archiv Material. Man wollte anscheinend eine Sportsbar darstellen. Ist was für: Suche den Fehler.

 

 

 

26. Der Film spiegelt wunderbar den ZEITGEIST der BRD Anfang der 80er Jahre, war das so gewollt oder Zufall?

 

CP: Der Film ist ja zeitgeistig, kein Zufall. Es zeigt West Berlin 1981. Mit BRD hatte das nichts zu tun. Auch sagten wir immer wir gehen nach West Deutschland, oder in den grossen Kanton hahaha.

 

 

 

27. Wärst du für eine Wiederveröffentlichung ( restauriert ) auf DVD und BLUE RAY? Oder sogar für einen DIRECTOR'S CUT?

 

CP: Sicher - nur das liegt nicht bei mir. Jetzt gibst den Film ja auf Youtube. JOY RYDER sollte man wieder Vö. Die wurde ja völlig unterschätzt vom deutschen Publikum.

 

 

 

28. Wie lange war der Film THEMA bei Yello? Und hattet ihr noch andere Filmprojekte in Planung?

 

CP: Nachdem ja der Film floppte war das Thema schnell weg. Man konzentrierte sich auf Say yes. Ich auf „Die schwarze Spinne“. Es waren seitens Dieter immer irgendwelche Filmprojekte in Planung, aber keines wurde je realisiert. Ich verliess ja dann YELLO Ende 1984, nachdem mein neues Studio in Betrieb war, welches ich mir aus dem Erfolg der schwarzen Spinne leisten konnte.

 

 

 


Vielen lieben Dank Carlos! Wer sich für den Soundtrack interessiert sollte mal auf AMAZON oder E-bay sein Glück versuchen! Besonders das Titelstück "JETZT UND ALLES" (im Film performed von Richy Müller & Yello) erzeugt heute noch GÄNSEHAUT!

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer jetzt Lust bekommen hat den Film zu sehen, der hat Glück! Seit einiger Zeit ist er auf YOUTUBE verfügbar!

 

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Regie: Dieter Meier

Drehbuch: Dieter Meier und Peter Vitzthum

Kamera: Gérard Vandenberg

Schnitt: Thorsten Näter

Musik: Anthony Moore, Yello, Dieter Meier

 

 


Darsteller :

Richy Müller als Marcel Tiss

Jean-Pierre Kalfon als Rudy Smirak

Joy Ryder als Sängerin

David Murray als Saxophonist

Dieter Meier als Rocksänger

Horst D. Furcht als Bruno Gieske

Claus Hensel als Brunos Vater

Ane Neßlinger als Marcels Vater

Jesse Ballard als Marcels Manager