EISBRECHER - Jahresabschlusskonzert
am 16.12. 2017 in der Turbinenhalle / Oberhausen!
Festivals
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Location: Turbinenhalle
Ort: Oberhausen
Datum: 18.03.2017
Bands: FRONT 242, COVENANT, AGONOIZE, SOLAR FAKE u.v.m.
Geschrieben und erlebt von Bibi
Fotografie: V-nerV
Ausgabe Mai 2017

 

 

 

 

Ein großes Highlight ist alle Jahre wieder das E-tropolis Festival im Ruhrgebiet. Im richtig grißen Stil  strömten Menschenscharren und Sympathisanten der electronischen Musik nach Oberhausen, was zur Folge hatte, das die Stadt voll war, und wir erst einmal gepflegt im Stau standen. Als sehr schwierig erwies sich auch die Parkplatzsuche. Unglaublich, wie viele Menschen an diesen Samstag unterwegs waren, um sich beim E-tropolis zu treffen, denn nach kurzer Zeit war auch schon der großräumige Parkplatz vor der Turbinenhalle restlos voll.

 


Nachdem wir irgendwann eine Abstellmöglichkeit für unseren fahrbaren Untersatz gefunden hatten, schlenderten wir im strömenden Regen zum Ort des Geschehens und freuten uns auf ein ein Verwöhn-Programm mit EBM, ELECTROPOP, SYNTHPOP und INDUSTRIAL vom Feinsten. Eröffnet wurde das Festival von Amnistia, die mit krachenden Beats einen sehr guten Opener abgaben, und schafften es um !!14Uhr!! die Besucher schon in eine sehr gute Stimmung zu bringen. Übrigens war es auch schon sehr voll um diese Zeit, was doch sehr ungewöhnlich, aber auch für das gute Line Up spricht.

 

 

Auf der 2. Bühne machten sich indessen Wulfband startklar, und auch hier steppte der Bär. Schon bald sah man einen Circle Pit, doch man sah auch Menschen, die einfach Spaß an der Musik hatten, und feierten, sprangen und tanzten und eskalierten schon dezent.

 

 

Leider überschnitten sich die Shows, und so pilgerte schon während der Show von Wulfband ein Großteil zur großen Halle – denn hier standen die Ikonen Centhron auf dem Plan, und die wollte scheinbar keiner verpassen. Und die Truppe setzte auch noch mal einen drauf! Hemmungslos zeigte man auf der Bühne, wieso das Festival den Untertitel „Bässer, Härter, Lauter“ trägt, und mit jeder Minute steigerte sich Stimmung. Meine Güte, wenn das Festival dieses Level hält, dann sollte spätestens in ein paar Stunden die Halle kochen.

 

 

 

 

 

Die nun folgenden Cryo waren für meinen Geschmack so rein gar nichts, allerding ist ja hier nicht nur meine persönliche Meinung von Belang, sondern auch das Feeling der restlichen Anwesenden. Und diese schafften es auch, dass Level der ohnehin schon übermütigen Stimmung zu halten. Zudem gab es hier auch noch einen Augenschmaus: Den Mikrofonständer von Martin Rudefelts, der passend zu der passend zum Sound in den verschiedensten Farben leuchtete. Und wieder stand man vor der Wahl, entweder hier oder doch dort der fantastischen Musik lauschen?

 

 

Wir entschieden uns für In Strict Confidence. Und diese hatten ein besonderes Set mitgebracht. Denn es gab jede Menge Klassiker aus vielen Jahren Bandgeschichte. Nach den vielen harten Klängen der Bands vorher, erschien der Strict Confidence – Sound wie ein Verwöhn Programm für die Ohren, und stelle eine perfekte Erholungspause dar. Mit verständlichen Texten und Ihren gehobenen melodischen Sound, überzeugen In Strict auf der ganze Line. Die wunderbar dunkle Stimme von Dennis Ostermann passt so unglaublich gut zu dem vertrackten Sound, das es einfach nur Freude machte dieser Show beizuwohnen. Die akrobatischen Aktionen des Publikums bestätigten dieses.

 

 

The Invincible Spirit waren scheinbar der heimliche Favorit vieler. Denn ein nicht abreisender Strom an Menschlichen Wesen pilgerte zur 2. Stage. Und diese erfüllten alle Erwartungen, und starteten einen Abriss der besonderen Dimension. Mit Ihrem verhaltenen Sound und der monotonen Stimme waren sie ein Highlight des Tages.

 

 

Doch der nächste musikalische Leckerbissen stand schon in den Startlöchern, und alleine schon an den leuchtend roten Hemden erkannte man, wer nun auf der Bühne stand: Solitary Experiments. Diese wurden auch direkt wie „der“ Headliner chauffiert. Noch bevor die Truppe zu spielen anfing wurden sie schon mit einem wohlwollenden Pfeifkonzert begrüßt, und präsentierten gleich einen neuen Song. Future Pop von allerfeinsten servierten die Männer wieder einmal und die volle Halle entwickelte sich zu einem Hexenkessel.

 

 

„Wums Wums Wums“ Mit hartem Elektro entfackelten Tyske Ludder in der 2. Stage ein Feuerwerk der etwas härteren Gangart, und ließen sich verdient feiern. Solar Fake hingegen präsentierten sich wie gewohnt Lausbubenhaft, mit feinsten Sound und fetten Beats hatten sie die Meute schon mit den ersten Takten im Sack. Es wurde getanzt, gesprungen, man hatte einfach Spaß. Und diejenigen, die zu faul zum Beine schwingen waren, oder schon ein wenig mit Ermüdungserscheinungen zu kämpfen hatten, erfreuten sich einfach an der immer wieder abgefahrenen Bühnenshow der beiden.

 

 

Während [X]-RX es auf der nächsten Bühne krachen ließen und mit Ihrem Harten aber durchaus tanzbaren Klängen die Besucher des E-tropolis in Atem hielten, machten sich im der 1. Stage schon Agonoize bereit.

 

 

 

 

Doch vorher musste so einiges vor den Blutspritzenden Männern versteckt und abgedeckt werden. Auch die Fotografen hatten Fotograben-Verbot. Besser war das. Wer Agonoize kennt, weiß, wenn die Männer sich einmal im Blutrausch befinden, gibt es kein Halten mehr. Allerdings - wer nicht standhaft vorne stehen geblieben war, hatte bei Agonoize eher Pech, denn es war so derbe voll, dass es kein durch kommen mehr gab. Mit Ihrem aggressiven Sound trafen sie das hungrige Publikum direkt mitten ins Herz, es wurde gefeiert, als gäbe es kein Morgen – die weitläufige Turbinenhalle war eine einzige Blutparty, im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Minus-Punkt war allerdings die zu sehr verzerrte Stimme von Frontman Chris, und wer ein wenig abseits stand, konnte den Text nur noch erahnen. Wie gut, das auch einige Tanzflächen-Kracher im Set waren, so konnten die Feierwütigen Agonoize-Fans die Texte im Schlaf mitsingen.

 

In der 2nd Stage steppte indessen auch der Bär. Auch bei Faderhead war Platz Mangelware, und hier trifft das Sprichwort zu: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben! Man konnte sich nur noch in den hinteren Reihen mühsam platzieren. Bewegung war hier die Devise, was aber kein Wunder bei Songs wie „Destroy, oder Improve“ war, jeder einzelne Song krachte gewaltig und es kam keiner zu kurz. Faderhead schraubten noch einmal gewaltig an der schon kochend heißen Stimmung jedes Stück versetzte die Meute in Ektasenhafte Verzückung.

 

 

 

 


Nach Faderhead stand nur noch einen Band auf der „kleineren“ Bühne auf dem Plan. Neuroticfish fabrizierten Ihren wohlbekannten Sound im Synthiekostüm, gepaart mit fetten Bässen. Und schoben die ohnehin schon ausgelassene Stimmung noch einmal einen Level höher. Ein sehr geiler Auftritt.

 

Währenddessen arbeitete man in der anderen Stage daran, die letzten Spuren, die Agonoize hinterlassen hatten, so gut es ging zu beseitigen. Denn auch hier durfte noch ein großer Musiker ans Microfon, und der Kontrast zur Vorgängerband könnte nicht größer sein. Wer sich nun allerdings Faderhead bis zum Ende angehört hatte, der hatte hier Pech, und so standen viele vor den Toren der Stage und lauschten einfach nur.

 

Ein Blick auf das Line Up verriet das unabänderliche, denn die nächste und leider auch letzte Truppe des Festivals stand schon bereit, die ohnehin schon bombastische Stimmung noch einmal zu toppen. Front 242 haben ganz sich einiges dazu beigetragen, dass es an dem Tag so unglaublich voll war, und waren zu Recht der Headliner des E-tropolis 2017. Die Belgier ließen noch einmal die Sau raus, und ließen nicht nur die Menschen beben.

 


Das E-tropolis 2017 war schon sehr früh sehr gut besucht, was definitiv für das hervorragende Line Up spricht. Und mit rund 4.000 Besuchern kann es auch schon einmal etwas eng werden, besonders im Bereich „Futter“, denn hier waren die Schlangen immens lang, und man musste teilweise eine Wartezeit von 20-30 Minuten einplanen. Ein ganz großes Lob an die Menschen, die so viele Stunden hinter Ihren Essens-Stand standen und unermüdlich die Menge mit leckeren Essen versorgt haben, und dabei immer freundlich blieben. Sehr angenehm waren auch die vielen Sitzmöglichkeiten in der „Futterhalle“ so konnte man hier nicht nur die Seele, sondern auch die Füße baumeln lassen. Das haben die Veranstalter sehr gut gelöst.

 

Das E-tropolis war ein Genuss für Augen, Ohren, Gliedmaßen und die Sinne, und wir freuen uns schon auf 2018!

 

Alle Fotos findet Ihr in unserer Galerie 

 



Wichtige Informationen für 2018

ERSTE BANDS SIND BESTÄTIGT & TICKETS GIBT ES SEID DEM 13.04.2017!

Der Termin für die achte Auflage ist der 17. März 2018 - natürlich in der Turbinenhalle Oberhausen.

Den Auftakt in Sachen Line-Up bestreiten dieses Mal:

NACHTMAHR + AESTHETIC PERFECTION + FROZEN PLASMA + .COM/KILL + EISFABRIK + XOTOX [20 Jahre XOTOX]

Weitere Festivalinfos findet Ihr unter:
www.etropolis-festival.de | www.facebook.com/etropolisfestival

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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