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1. – 3. 08.2019


Artist: Dunkeltraum
Genre: NDH
VÖ: 30.11.18
Label: Boersma Records
Geschrieben von Luna ^v^
Ausgabe Februar 2019

 

 

Seit 2016 existiert die bayerische Band „Dunkeltraum“, denn in Krumbach liegt der Geburtsort der NDH Band, die auch gleichzeitig Dark Metal in sich vereint. Das Duo Manuel und Maximilian arbeiteten ab diesem Zeitpunkt an Instrumentals mit treibenden Basslines, kraftvollen Riffs und den bitterbösen und zynischen Lyrics. Mit dem Song „Feuer“ präsentierten sie im April 2017 ihr erstes Werk der Öffentlichkeit und schickten nur wenige Wochen ihre erste EP „Kleinkunst“ hinterher.


Im Underground erregten sie Aufmerksamkeit und der Sonic Seducer ebnete mit dem „Battle Of The Bands“ den Weg zu neuem Songmaterial und dem Plattenvertrag bei Boersma Records. So erschien jetzt im November 2018 das Debüt „Alpha“.

 


„Vorhang auf“ ist der erste Track. Die Musik ist schon mal treibend und auch die Stimme des Sängers kracht. Was ich allerdings schade finde, dass man zu sehr auf „ich singe wie Till“ macht, denn der Text ist durchaus witzig. Ein schönes Intro für einen Live Gig mit einem kleinen überraschenden Break – und zack geht der Song weiter.

 


„Dein Gott“ ist der nächste Song. In meinem Kopf kreist die „Stahlmann Variante“, bei der der „falsche“ Gott das Übel allen Übels ist und so motzt sich hier ein Gott auf, das Leben der Sterblichen zu bestimmen. Dunkeltraum haben es erkannt: Kriech zu Kreuze vor mir und dann hab ich dich gern. Gefällt mir sehr viel besser (weniger Till im Gesang).

 


Bitterböse ist der dritte Track „Flieg mit mir“. Man denkt, es handelt sich um eine Liebe oder den Traum vom Fliegen und wird unsanft von der Wolke 7 geschubst… oder an einer Felswand gebrettert. Der Song handelt von dem depressiven Piloten, der mit seinen hilflosen Passagieren gegen einen Berg geflogen wurde. Während der Pilot die Erlösung suchte und vermeintlich auch seinen Passagieren „helfen“ wollte… Mutig, dass sich die Band an so ein Thema traut, ob es schlau ist, müssen andere entscheiden. Polarisieren wird der Song auf jeden Fall.

 

„Für Dich“ schien mir ein Love Song zu sein. Interessanter Mix zwischen „die Stimme aus dem Telefon“ und „halb Rap halb Gesang“. Aber ein schöner, eingängiger Text.

 

Anzüglicher wird die Botschaft bei „Komm, schlaf mit mir“. Beziehung zwischen einem alten und einem anscheinend sehr jungen Partner und der erste Beischlaf – Gelegenheit. Dazu alle Klischees mal ausgepackt (auf alten Pferden lernt man reiten… junge Früchte soll man pflücken).

 

Bei „Körperwelten“ dachte ich, es geht um besagte Ausstellung. Aber … nö. Findet es selbst heraus.

 

Alles in allem handelt es sich hier um ein solides Debüt. Ein wenig vorhersehbar, aber dann kommt doch der Dreh in eine andere Richtung. Allerdings, und das sollte noch einmal geprüft werden: ich hatte in meiner Downloadversion eine Merkwürdigkeit. Am Ende der Songs taucht immer ein kleiner Break auf, der dann mit ein paar Sekunden Song dann ausläuft. Ist das Absicht – oder ein Insider für die Fans?

 

 

 

 

 

 


Line Up:
Maximilian und Manuel


1. Vorhang auf
2. Dein Gott
3. Fliegt mit mir
4. Amok
5. Für dich
6. Komm, schlaf mit mir
7. Körperwelten
8. Euphorie
9. Das Meer (Remastered)
10. Leibgericht (Remastered)
11. Unten (Remastered)
12. Sag mir (Remastered)
13. Tier

 

 

 

 

 

 

 

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